Sport : Auf der Liste

Trainer für Leverkusen

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Es zählt zu den unvermeidbaren Ritualen der Bundesliga, dass nach Trainerentlassungen sämtliche Namen arbeitsloser Fußballlehrer in sämtlichen Fachkreisen diskutiert werden. Zurzeit zählen neben den ehemaligen HerthaTrainern Jürgen Röber und Falko Götz auch Frank Pagelsdorf oder Ewald Lienen dazu. Sollte Thomas Hörster in Leverkusen nur eine Zwischenlösung bis zum Saisonende bleiben oder mangels Erfolgs schon früher von seiner Aufgabe entbunden wird, dürfte für Bayer allerdings nur einer aus der Riege der Renommierten in Frage kommen.

Otto Rehhagel: Die Kritik am griechischen Nationaltrainer ist gewachsen, nachdem schon zwei Spieler wegen seines Führungsstils aus der Auswahl zurücktraten. Allerdings gelang zuletzt ein wichtiger Sieg in der EM-Qualifikation gegen Norwegen. Seine Art gilt dennoch als veraltet. In Leverkusen wollten sie ihn jetzt als Sportdirektor verpflichten. Rehhagel schlug aber das Angebot aus.

Christian Gross: Als der Schweizer Trainer des FC Basel jüngst in Wolfsburg als Nachfolge-Kandidat Wolfgang Wolfs gehandelt wurde, sagte er ab. Gross versprach seinem Verein, den erst im Dezember bis 2004 verlängerten Kontrakt zu erfüllen. Allerdings gibt es darin eine Klausel, wonach er den Verein gegen eine Ablöse zum Saisonende verlassen könnte. Der 48-Jährige gilt seit Jahren als aussichtsreicher Bewerber für das Traineramt bei einem europäischen Spitzenklub. Mit dem FC Basel erreichte er die Zwischenrunde der Champions League.

Christoph Daum: Zuletzt mehrten sich die Stimmen, die eine Bundesliga-Rückkehr Christoph Daums als legitim einstuften. Derzeit trainiert Daum Austria Wien, er hat jedoch nie einen Zweifel daran gelassen, gerne nach Deutschland zurückzukehren. In Leverkusen arbeitete Daum zwischen 1996 und 2000 erfolgreich, bevor er des Kokain-Konsums überführt wurde.

Guus Hiddink: Der Holländer galt bereits als heißester Kandidat für die Hitzfeld-Nachfolge, als die Bayern im Herbst in der Krise steckten. Seitdem er Südkorea bei der WM 2002 ins Halbfinale führte, zählt er international zu den begehrtesten Trainern, ist jedoch derzeit fest an den PSV Eindhoven gebunden, mit dem er die holländische Ehrendivision anführt.

Louis van Gaal: Seine Reputation ist stark gesunken, nachdem der FC Barcelona unter seiner Führung in die Nähe der Abstiegsränge rutschte. Immerhin ist er seit seiner Entlassung vor einigen Wochen auf dem Markt. Allerdings steht er im Ruf, stets den kompletten Kader nach seinen Vorstellungen umbauen zu wollen. In Leverkusen wäre das schwierig.

Jupp Heynckes: Seinen größten Erfolg errang er bezeichnenderweise mit Real Madrid, es war der Champions-League-Sieg 1998. In Spanien genießt der ehemalige Nationalstürmer größeres Ansehen als in Deutschland, weil er weder bei Bayern München noch bei Eintracht Frankfurt mit seiner Linie den erhofften Erfolg hatte. Derzeit rangiert er in seiner zweiten Amtsperiode bei Athletic Bilbao im Tabellenmittelfeld. dapo

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