Sport : Auf der Suche nach den Dingen Bremen traut dem guten Saisonstart noch nicht

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Bremen - Werder Bremens Verteidiger Andreas Wolf hatte eine spezielle Sicht der Dinge nach dem 2:1-Erfolg in Hoffenheim: „Wir sind mit guten drei Punkten nach Hause gefahren.“ Man fragt sich insgeheim, was bitteschön drei schlechte Punkte sind? Addiert man die drei Punkte vom Samstag zu den bisherigen sechs Zählern, kommen in der Summe neun Punkte aus vier Spielen heraus. Und das ist fraglos gut. Trainer Thomas Schaaf durfte danach Berichte lesen, die vom „Triumphzug“ seines Teams erzählten. Die Werder zum „Bayern-Jäger Nummer eins“ machten. Schaaf kann rein gar nichts damit anfangen, auch wenn es der beste Saisonstart seit sechs Jahren ist.

„Aber natürlich ist das gut, wenn man zu Saisonbeginn Punkte sammelt, das gibt Selbstvertrauen“, sagte er. Werders Geschäftsführer Klaus Allofs stellte fest: „Wir haben einige Dinge wieder gefunden, aber die Suche ist noch nicht zu Ende.“ Weder ihm noch dem Trainer war entgangen, dass die Mannschaft zu lange brauchte, um sich zu sortieren. Hoffenheim spielte Werder in den ersten Minuten schwindelig. „Da konnte einem schon Angst und Bange werden“, gestand Schaaf. Doch „wir haben den Glauben wiedergefunden, dass wir die Dinge drehen können“, sagte Schaaf später. Als Markus Rosenberg den Siegtreffer erzielte, freute sich der für ihn ausgewechselte Marko Arnautovic am Spielfeldrand als hätte er selbst getroffen. Werder präsentierte sich mit zunehmender Spieldauer gut ausbalanciert zwischen Offensive und Defensive. Und Werders Spieler demonstrierten, dass sich Konkurrenzkampf und Teamgeist durchaus gut vertragen können. „Es herrscht ein gutes Klima, wir unterstützen uns gegenseitig. Das ist wichtig, um Erfolg zu haben“, fasste es Clemens Fritz zusammen. „Genau das“, ergänzte Keeper Tim Wiese, „haben wir in der vergangenen Saison vermissen lassen.“ Sven Bremer

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