• Auf der Suche nach Orientierung 1:4 in Hoffenheim – BVB hofft jetzt auf den Pokal

Sport : Auf der Suche nach Orientierung 1:4 in Hoffenheim – BVB hofft jetzt auf den Pokal

Mannheim - Mäzen Dietmar Hopp machte Freudensprünge, die Fans waren aus dem Häuschen, und sogar der ewige Perfektionist Ralf Rangnick jubelte. „Das war eine richtig perfekte Leistung, ein fantastisches Spiel“, sagte der Trainer von 1899 Hoffenheim, nachdem der Bundesliga-Neuling Borussia Dortmund mit 4:1 besiegt hatte. Durch den Sieg steht Hoffenheim nun auf dem zweiten Tabellenplatz. Getrübt wurde die Stimmung im Mannheimer Carl-Benz-Stadion nur von den Hasstiraden gegen Hoffenheim-Sponsor Hopp.

Der Milliardär hat schon auf einige Auswärtsspiele verzichtet, weil er sich die Beschimpfungen der gegnerischen Fans nicht mehr antun will. Am Sonntagabend wurde er nun auch noch im eigenen Stadion angegangen: Ein Dortmund-Anhänger hielt Hopps Konterfei mit der Aufschrift hoch: „Im Fadenkreuz. Hasta la vista, Hopp.“ Hopps Sitznachbarn im Stadion, Dortmunds Präsident Rauball und Geschäftsführer Watzke, entschuldigten sich schon in der Pause dafür. „Das war peinlich und unwürdig“, sagte Watzke. Die Hoffenheimer Fans antworteten mit „Schalke! Schalke!“-Rufen und einem Spruchband: „Wir sind kein Trend! Wir sind die Zukunft!“

Diese Gedanken hegten viele der 26 300 Zuschauer im Carl-Benz-Stadion. Auch Dortmunds Trainer Jürgen Klopp. „Eine absolute Spitzenmannschaft. Das war Systemfußball – so, wie er auszusehen hat“, sagte Klopp. Er wirkte dabei wie ein Kinobesucher, an dem ein Actionfilm etwas zu schnell vorbeigezogen war. Vor allem Hoffenheims Offensive hinterließ tiefen Eindruck bei Klopp: Da wirbelte Vedad Ibisevic, der nach seinen Saisontoren fünf und sechs die Torschützenliste anführt. Und auch Spielmacher Carlos Eduardo, Sejad Salihovic oder Demba Ba spielten die Dortmunder schwindelig.

„Es gibt schwarze Tage und manchmal eine schwarze Woche“, sagte Klopp. Erst die 0:2-Heimpleite im Uefa-Cup gegen Udinese Calcio, dann die empfindliche Niederlage in Hoffenheim – „zwei wirklich scheußliche Ergebnisse“ seien das gewesen, stellte der Dortmunder Trainer fest. „Wir sind noch nicht an dem Punkt angelangt, wo man sagen kann, wo es für uns hingeht.“ Die nächste Orientierungsmöglichkeit steht schon morgen an: im DFB-Pokal kommt Hertha BSC nach Dortmund. dpa

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