Auf Kurs : Luhukay formt Hertha nach seinem Bilde

Hertha-Trainer Jos Luhukay hat inzwischen jene Elf aus einem vergleichsweise großen Kader filtriert, die stabil und stark genug scheint, das Saisonziel Aufstieg in die Bundesliga zu erreichen.

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Da kann man schon mal lachen. Herthas Trainer Jos Luhukay darf mit den Leistungen der vergangenen Wochen durchaus zufrieden sein.
Da kann man schon mal lachen. Herthas Trainer Jos Luhukay darf mit den Leistungen der vergangenen Wochen durchaus zufrieden sein.Foto: dapd

Jos Luhukay mal auf dem falschen Fuß zu erwischen, ist relativ schwer. Der Fußball-Lehrer von Hertha BSC ist ein akribischer Arbeiter. An der Front wie im Hintergrund. Sodass er ziemlich jeder Herausforderung in seinem Metier gewachsen scheint. Er hat das Kunststück fertig gebracht, den FC Augsburg in der Bundesliga zu halten, was beispielsweise seinem neuen Verein nicht gelungen ist. Aber aus diesem hat er unter vergleichsweise schwierigen Bedingungen und in relativ kurzer Zeit einen ernsthaften Wiederaufstiegsanwärter geformt. Das Geheimnis dahinter: Luhukay formt Hertha nach seinem Bilde. Soll heißen: Seine Mannschaft soll sich nicht mehr überraschen lassen, egal was beziehungsweise wer kommt.

Zugute kommt Luhukay dabei, dass er seiner Aufgabe mit Fleiß und Vehemenz nachgeht. Und so hat der 49-Jährige inzwischen jene Elf aus einem vergleichsweise großen Kader filtriert, die stabil und stark genug scheint, das Saisonziel zu erreichen. Seine Mannschaft ist inzwischen seit neun Spieltagen ungeschlagen. Ein Grund dafür ist, dass Luhukay seine Mannschaft seriös auf den jeweiligen Gegner einzustellen vermag.

Am Freitag wird nun der FC Ingolstadt zu Gast sein, der nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage in Folge auf Rang fünf geklettert ist. Bis zu den Berlinern sind es nur drei Punkte. Luhukay warnt vor den Gästen, die auswärts noch ungeschlagen sind wie sonst nur Tabellenführer Braunschweig und der Tabellendritte Kaiserslautern. Elf ihrer 19 Punkte holte die Mannschaft von Trainer Tomas Oral auf fremden Platz. Hertha dagegen ist das zweitbeste Heimteam der Liga, im Olympiastadion noch unbezwungen.

Ingolstadt verfüge über eine Mannschaft, die einen „guten Eindruck“ hinterlassen habe. Sie zeichne körperliche Robustheit und ein gekonntes Umschaltspiel aus, das sie mit Tempo vortragen könne. „Für uns ist wichtig, dass wir konzentriert und fokussiert zu Werke gehen“, sagt Luhukay. Er erwartet einen Gegner, der taktisch defensiv ausgerichtet ist und auf schnelle Kontergegenstöße setzt. „Es wird ein Spiel, in dem wir erst einmal versuchen müssen, sie auseinanderzuspielen.“

Seine Mannschaft solle aber von Beginn Druck auf den Gegner ausüben und ihn hochhalten, wie es Luhukay ausdrückte. Dabei setzt Herthas Trainer auch auf die erworbene Fähigkeit seiner Mannschaft, sich im Verlaufe eines Spiels steigern und zulegen zu können. „Das ist eine sehr positive Eigenschaft“, sagt Luhukay. Und zudem eine, die seiner Mannschaft ein weiteres Stück an Sicherheit und Zutrauen schenkt. Dadurch wisse sie, dass sie jederzeit eine Antwort finden könne.

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