Sport : Auf Sparkurs

Karsten Doneck

Als sie im Fernsehen die Auslosung zum DFB-Pokal sahen, kamen Sehnsüchte auf. Fortan bestimmte der Konjunktiv die Diskussion. "Wären wir im Pokal weitergekommen, hätten wir jetzt im Viertelfinale bei Schalke 04 gespielt. Und da wären 50 000 Zuschauer gekommen, das hätte richtig Kompott gegeben", brachte Manager Klaus Berge die inzwischen nicht mehr zu realisierenden Vorstellungen des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union auf den Punkt. Dass es im Viertelfinale des nationalen Cup-Wettbewerbs keine Neuauflage des DFB-Pokal-Endspiels vom Sommer dieses Jahres gibt, weil Union gegen RW Oberhausen (1:2) bereits ausgeschieden ist, hat Konsequenzen, gerade auch in der Transferpolitik. Einen defensiven Mittelfeldspieler wünscht sich Unions Trainer Georgi Wassilew noch, aber, so Berge, "unsere finanziellen Möglichkeiten sind sehr begrenzt".

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Da Ablösesummen in Größenordnungen von 800 000 Mark, die der vorerst letzte Neuzugang, der Jugoslawe Petar Divic gekostet hat, zumindest in dieser Saison für Union nicht mehr erschwinglich sind, denkt der Verein intensiv darüber nach, "einen Spieler bis Saisonende auszuleihen mit der Option, ihn dann für die nächste Saison fest zu verpflichten", so Berge.

Beim 0:1 am Sonntag in Mainz durfte Christian Fährmann erstmals in dieser Saison von Beginn an auflaufen. Der stand eigentlich zum Verkauf, hatte vorher gerade mal 15 Minuten für Union in der zweiten Liga gespielt. Dass dieser Fährmann Unions Probleme im Defensivbereich behebt und eine kostspielige Neuverpflichtung unnötig macht, scheint indes keine Überlegung wert. "Zwei Einsätze in der gesamten Hinrunde - das ist ein bisschen wenig", beurteilt Berge das Thema Fährmann.

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