Sport : Auf und ab und auf mit Alba

Berliner Basketballer führen hoch, fallen zurück und schlagen Leverkusen 87:83

Helen Ruwald

Berlin - Es sah nach einem lockeren Sieg aus. Alba Berlin führte gestern Abend nach zwölf Minuten gegen Bayer Leverkusen mit 31:18. Julius Jenkins hatte im ersten Viertel zwölf Punkte gemacht (31 insgesamt, fünf Dreier) und Center Jovo Stanojevic hatte sein vierminütiges Heimspiel-Comeback nach achtmonatiger Verletzungspause gegeben und per Freiwurf die ersten beiden Punkte (4 insgesamt) seit seinem Kreuzbandriss im Mai gemacht. Doch dann gerieten die Berliner gegen den Tabellen-13. der Basketball-Bundesliga durch eine 8:26-Serie noch vor der Pause in Rückstand und lagen später sogar mit 13 Punkten zurück. Die Gäste zeigten, warum sie bei Tabellenführer Ludwigsburg und gegen Bamberg gewonnen hatten. In Berlin verpassten sie den Sieg knapp. Vor 5217 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle gewann Alba 87:83 (41:44) und liegt punktgleich mit Ludwigsburg an der Spitze.

Die Berliner verhinderten drei Tage nach der Niederlage in Bonn einen weiteren Misserfolg , doch ein ähnlich zerfahrener Auftritt in einer Woche im Uleb-Cup gegen Real Madrid würde zum Debakel führen. „Wir haben in der ersten Halbzeit vielleicht zu viel gewechselt und so den Rhythmus verloren“, sagte Trainer Henrik Rödl. Zwei Dreipunktewürfe von Koko Archibong reichten nicht, um Alba nach der Pause zurück ins Spiel zu bringen. William Avery warf den Ball quer übers Feld weit ins Aus, und die Berliner Verteidigung ließ Derrick Allen in fünfeinhalb Minuten elf Punkte machen. Leverkusen war engagierter und führte 64:51, Alba war von der Rolle. Bis zum Ende des dritten Viertels verkürzte das Team den Rückstand wieder auf sechs Zähler, ohne aber zu überzeugen. Johannes Herber und der überragende Julius Jenkins trieben Alba im Schlussabschnitt nach vorn und trafen beide aus der Distanz. Mit dem 67:66 übernahm Alba wieder die Führung – und behielt sie.

Stanojevic kam nicht mehr ins Spiel, doch immerhin war er überhaupt wieder dabei. Ein anderer Langzeitverletzter saß auf der Tribüne: Matej Mamic wird am Freitag bei einer Pressekonferenz über seine Zukunft sprechen. Wahrscheinlich wird er 14 Monate nach seiner schweren Rückenmarksverletzung sein Karriereende bekannt geben.

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