Sport : Aufenthaltsgenehmigungen: Jetzt ist das Gehalt entscheidend

Die Innenministerkonferenz hat auf ihrer Frühjahrstagung in Schierke eine Beschränkung der Aufenthaltserlaubnisse für Berufssportler und -trainer beschlossen, die nicht aus Ländern der Europäischen Union stammen. Danach dürfen solche Sportler nur noch dann in Deutschland tätig sein, wenn ihr Lebensunterhalt durch ein entsprechend hohes Gehalt vom Verein, für den sie arbeiten, gesichert ist, teilte die Konferenz mit. Damit ändern die Innenminister der Bundesländer eine Vorlage der Sportminister, die sich für eine umfangreichere Beschränkung eingesetzt hatten. Nach ihrem Vorschlag sollte eine Beschäftigung von Sportlern und Trainern aus Nicht-EU-Ländern nur noch in den Ersten Ligen aller Sportarten möglich sein. Als Grund wurde die Förderung des deutschen Sportnachwuchses angegeben.

Die Höhe des Bruttogehaltes eines Trainers oder Sportlers muss nach dem gestrigen Beschluss mindestens die Hälfte der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung betragen, in den alten Ländern demnach 4350 Mark und in den neuen Ländern 3650 Mark. Sachbezüge können angerechnet werden. Ferner sei die Aufenthaltsgenehmigung an die vertragliche Beschäftigung als Berufssportler oder -trainer gebunden.

Aufenthaltsgenehmigungen sollen unabhängig von der Sportart nur an Sportler erteilt werden, die das 16. Lebensjahr vollendet haben. Sie sollen befristet sein, wobei nach sechsjährigem Aufenthalt die einschränkenden Auflagen gestrichen werden könnten. Für bestehende Vertragsverhältnisse soll es mit Einführung der neuen Regelung Übergangsfristen geben.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben