Sport : Aufklärung für jedermann

Ein neues Zentrum zur Dopingprävention richtet sich vor allem an Hobbysportler

Heidelberg - Mit dem Ziel, Jugendliche und junge Athleten für einen sauberen Sport zu gewinnen, ist an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg das Zentrum für Dopingprävention eröffnet worden. Doping gebe es nicht nur im Spitzensport, es werde auch im Breiten- und Jugendsport umfangreich betrieben, sagte der Leiter des Zentrums, Gerhard Treutlein, am Mittwoch in Wiesloch. Dies sei aber ein Tabuthema, zu dem es bisher keine fundierte Auseinandersetzung gebe.

Daher entwickelt das Institut Materialien zur Dopingprävention und erprobt sie zusammen mit Partnern wie der Deutschen Sportjugend (DSJ). Ziel sei es, junge Athleten darin zu bestärken, Leistungssport ungedopt und ohne Medikamentenmissbrauch zu betreiben. Gleichzeitig sollen in Seminaren und Lehrgängen Trainer und Lehrer zum Thema Doping und Medikamentenmissbrauch informiert und fortgebildet werden. „Wir können den Jugendlichen Alternativen aufzeigen, die reflektiert werden können. Aber die Entscheidung liegt bei ihnen selbst“, sagte Treutlein, der sich schon lange im Antidoping-Kampf engagiert.

„Junge Sportler müssen stark gemacht werden“, forderte Michael Hölz, Vorsitzender des Kuratoriums der Nationalen Antidoping-Agentur (Nada). „Wir brauchen nicht nur mündige Bürger, wir brauchen auch mündige Sportler.“ Der Präsident des Deutschen Sportlehrer-Verbandes (DSLV), Udo Hanke, forderte bei der Veranstaltung, unerlaubte Manipulation des Körpers müsse auch an den Schulen thematisiert werden. Zentrumsleiter Treutlein kündigte in diesem Zusammenhang an, im April 2008 ein Schwerpunktheft für Lehrer zum Thema zu veröffentlichen. dpa

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