Sport : Aufregend rosig

Die Eisbären legen finanziell zu und hoffen auf drei Nachwuchsspieler

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Von Claus Vetter

Berlin. Am 6. September beginnt in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) die Saison. Geht es nach den Verantwortlichen des EHC Eisbären, dann stehen die Berliner zumindest in finanzieller Hinsicht vor einem rosigen Jahr. So verkündete EHC-Marketingchef Billy Flynn am Mittwoch in der Zentrale des Hauptsponsors, der Gasag, nicht ohne Stolz, dass „die Eisbären nicht nur alle Sponsoren gehalten haben, sondern auch noch fünf neue Partner dazukommen“.

Darunter ist auch ein Hersteller von Softdrinks – der wird allerdings nicht auf den Trikots der Spieler zu finden sein. Das ist laut Detlef Kornett, dem Chef der europäischen Filiale des Eisbären-Eigners, der Anschutz-Gruppe, auch nicht nötig: „Denn die Flaschen sind in der Mannschaft.“

Ein Scherz, natürlich. Obwohl Kritik am Fitnessstand eines Herren beim am Sonntag beendeten Vorbereitungsturnier der Eisbären in London von Trainer Pierre Pagé zu vernehmen war. Der Coach der Eisbären hielt sich in dieser Hinsicht aber am Mittwoch vornehm bedeckt. „Das Gesamtbild ist gut. Wir werden diese Saison die Latte höher legen“, sagte Pagé. „Das sollte auch möglich sein. Schließlich haben wir eine gute und aufregende Mannschaft.“

Kleinere Mängel beim Spiel auf dem Eis waren in London beispielsweise bei Verteidiger David Cooper unübersehbar. „Ehrlich gesagt, sind wir von ihm ein bisschen enttäuscht“, sagte Peter John Lee gestern. Über etwaige Maßnahmen wollte der Manager der Eisbären aber noch nicht spekulieren. „In ein paar Tagen hat David seinen Fitnesstest“, sagte Lee. „Schauen wir mal, was dabei rauskommt."

Aber es gibt auch positive Erkenntnisse aus der Vorbereitungsphase. So war Pagé etwa mit den Leistungen der drei jungen deutschen Stürmer Alexander Barta, Torsten Heine und Martin Hoffmann zufrieden. „Besonders Barta war eine große Überraschung“, sagt Pagé. „Zwei von den dreien werden in unserem Kader bleiben.“

Am Sonntag, nach dem letzten Testspiel der Eisbären gegen die Hannover Scorpions (Spielbeginn 15 Uhr, Deutschlandhalle – Schulanfänger und ihre Eltern haben freien Eintritt), soll die Entscheidung darüber fallen. Wer es von den drei Nachwuchsspielern nicht schafft, wird kommende Saison wohl für den Zweitligisten ETC Crimmitschau auflaufen. Ausgerechnet dort, wo die Eisbären am 30. August im neu geschaffenen Pokalwettbewerb ihr erstes Pflichtspiel bestreiten werden.

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