AUFREGUNG BEIM SC FREIBURG : Der Präsident zeigt den Mittelfinger

Rainer Widmayer hatte keine Ahnung, um wen es sich bei dem wütenden Mann handelte, der ihm in der Aufregung um das nicht gegebene Tor der Freiburger den Mittelfinger entgegenreckte. Ein Ordner war es jedenfalls nicht, „er war ja gut gekleidet“. Der Kotrainer von Hertha BSC hielt den Mann für einen Mitarbeiter des SC Freiburg, immerhin stand er neben der Bank der Heimmannschaft im Innenraum. Dass es sich sogar um den Präsidenten des Sportklubs, Fritz Keller, handelte, erfuhr Widmayer erst nach der schändlichen Tat. „Ich weiß nicht, warum er das in so einer Situation machen muss“, sagte er am Tag danach, „als Präsident ist er doch für die Außendarstellung des Vereins zuständig.“ Keller habe sich aber später bei ihm entschuldigt, damit war die Sache für Widmayer erledigt. Michael Preetz ließ sich nicht so leicht beruhigen. Als Keller ihm nach dem Spiel zum 2:2 gratulieren wollte, verweigerte Herthas Manager ihm den Handschlag. „Es ist die Frage, ob man sich für asoziales Verhalten entschuldigen möchte oder nicht“, sagte er. Das holte Keller am Sonntag in einem längeren Telefonat nach. Preetz akzeptierte die Entschuldigung. sth

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