Sport : Aufregung in der Wüste

Golfprofi Kaymer startet in eine schwierige Saison

Petra Himmel
Rangliste im Blick. Martin Kaymer könnte erneut um Rang eins kämpfen. Foto: AFP
Rangliste im Blick. Martin Kaymer könnte erneut um Rang eins kämpfen. Foto: AFPFoto: AFP

Berlin - Europa liegt diese Woche in der Wüste. Zumindest, wenn man den Turnierplan der Golfer betrachtet. Vor dem Klubhaus des Abu Dhabi Golfklubs, in der Form eines Falken gebaut, treffen die Hauptattraktionen der PGA Europa-Tour endlich wieder aufeinander. Die Weihnachtspause, in der sich die Herren Ian Poulter, Lee Westwood, Rory McIlroy und Paul Casey per Twitter auf verbale Duelle beschränkt haben, ist vorbei. Jetzt wird es ernst.

Die Abu Dhabi Championship ist der Start in die Saison 2011, auch wenn der eine oder andere der 126 Teilnehmer schon in Südafrika, Indien oder auf Hawaii Turniere bestritten hat. Der erste große Vergleichskampf der Weltspitze findet in der Wüste statt. Das mit 2,7 Millionen Dollar dotierte Turnier in Abu Dhabi ist das bedeutendste der Wüsten-Serie, die Europas Golfer noch nach Bahrain, Katar und Dubai führen wird. Sechs Spieler aus den Top Ten der Weltrangliste sind am Start, 16 aus den Top 30, alle vier Major-Sieger der vergangenen Saison haben ihre Teilnahme angekündigt. Selbst Phil Mickelson, den normalerweise selbst die üppigen Startgelder der Scheichs nicht locken, hat die Reise angetreten. Der Kampf um die Spitzenposition der Weltrangliste geht auch für ihn in eine neue Runde. „Ich weiß ja, dass sich viel Aufmerksamkeit auf diesen Kampf um die Nummer eins richtet“, sagt der 40-Jährige.

Auch Martin Kaymer darf inzwischen in dieser Dimension denken. Der Deutsche ist wieder aufgetaucht aus der Versenkung, in die er nach der Dubai World Championship und dem Gewinn des Race to Dubai im November verschwand. Einen Abenteuerurlaub in den USA, Zeit mit Freundin und Familie und intensive Trainingswochen hat er seitdem eingelegt. Gesehen hat man von ihm nichts.

Die Erwartungshaltung an den Weltranglistendritten sei enorm hoch, begründet man in seinem näheren Umfeld die Absenz des 26-Jährigen. Die Erfolge aus dem Jahr 2010 zu übertreffen, dürfte schwierig sein. Neben dem Race to Dubai hat er vier Turniere, darunter ein Major gewonnen und sich für den Ryder Cup qualifiziert. „Meine Ziele für dieses Jahr haben im Wesentlichen mit dem Beweis zu tun, dass 2010 keine Eintagsfliege war“, sagt er. Abu Dhabi ist für Kaymer der perfekte Startpunkt in die neue Saison. Hier hat er 2008 sein erstes Profiturnier auf der European Tour gewonnen und 2010 die Saison mit einem Sieg begonnen.

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