AUF SKATES UND ROLLEN : „Nur in Berlin wird man unsterblich“

Mythos. Auch für den Weltmeister Yann Guyader ist Berlin etwas Besonderes.
Mythos. Auch für den Weltmeister Yann Guyader ist Berlin etwas Besonderes.Foto: AFP

Der Franzose Ewen Fernandez hat gestern überraschend beim Berlin-Marathon das Skater-Rennen gewonnen. Bei den Frauen setzte sich Sabine Berg aus Gera durch. Skater betrachten Berlin als eine Art Mekka. Bei keinem Rennen weltweit gibt es so viele Teilnehmer, kein Stadtkurs ist schneller, bei keinem anderen Rennen ist die Atmosphäre so beeindruckend. Den inoffiziellen Weltrekord von 1:00:32 Stunden hatte hier 2008 Joey Mantia (USA) aufgestellt. „Nur in Berlin wird man unsterblich“, hat Marathon-Weltmeister Yann Guyader mal gesagt. Der Franzose wurde gestern Siebter. Victor Wilking aus Berlin konnte gestern aus gesundheitlichen Gründen nicht starten.

Dafür gingen 6572 andere Läuferinnen und Läufer auf die Strecke, darunter knapp 100 Athleten, die Skating als Leistungssport betreiben. Die meisten Skater starteten 2003 in Berlin, insgesamt 9612. Damals hatte Berlin allerdings kaum nationale Konkurrenz. Inzwischen werden in Deutschland sechs sportlich bedeutsame Rennen veranstaltet, gebündelt im German-Inline-Cup. Zu diesem Cup zählt auch der Halbmarathon in Berlin.

Diese Serie gewinnt in der weltweiten Szene immer mehr an Bedeutung, während der World-Inline-Cup im gleichen Maße an Einfluss verliert. Aus einem einfachen Grund: Es gibt immer weniger Teams, die sich die kostspieligen Reisen zu den Wettkämpfen in Europa, Asien und Südamerika leisten können. Frank Bachner

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