Sport : Aufsteigen – und drinbleiben

Mathias Klappenbach

Der 1. FC Köln, der 1. FC Kaiserslautern, der SC Freiburg, der MSV Duisburg, Hansa Rostock und andere: In der nächsten Saison wird die Zweite Fußball-Bundesliga vielleicht die beste aller Zeiten sein. Zwar hat vor diesem Jahr niemand damit gerechnet, dass Energie Cottbus zum zweiten Mal in die Bundesliga aufsteigt. Aber angesichts der drohenden Konkurrenz ab dem kommenden Sommer war die Gelegenheit für die Rückkehr so günstig, wie sie es für längere Zeit nicht mehr sein wird. Cottbus musste jetzt aufsteigen.

Vor zwei Jahren haben sie in an den letzten Spieltagen einen Vorsprung verspielt und den Aufstieg knapp verpasst, im vergangenen Sommer stiegen die Cottbuser nur wegen eines einzigen mehr geschossenen Tores nicht ab. Diese Schwankungen zeigen, dass Energie nicht die strukturellen Voraussetzungen für dauerhaften Fußball in der ersten Liga besitzt. Und sie zeigen auch, dass die Wiederholung des Aufstiegswunders von 2000 die Folge harter Arbeit von Trainer Petrik Sander und des großen Kampfgeistes seiner nicht übermäßig begabten Mannschaft ist.

Genauso unwahrscheinlich, wie noch vor einem Jahr Spiele gegen Bayern, Bremen und Hertha BSC im Stadion der Freundschaft waren, wird vom ersten Spieltag der kommenden Saison an der Klassenerhalt für den natürlichen Absteiger Cottbus sein. Aber wer mit einer solchen Kollektivleistung wie Energie aufgestiegen ist, kann sich als Team auch in der Bundesliga behaupten. Nach dem ersten Aufstieg folgte ja auch zweimal das Wunder Klassenerhalt.

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