Sport : Aufstieg in die Weltgruppe Klösel holt dritten Punkt für Fed-Cup-Team

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Bol Eigentlich war Sandra Klösel nur mit nach Kroatien gereist, um zum Abschluss gemeinsam mit Angelique Kerber im Doppel anzutreten. Doch dann musste die 117. der Tennis-Weltrangliste gestern im Fed-Cup-Relegationsspiel in Bol schon zum wichtigen Einzel gegen Jelena Kostanic antreten. Teamchefin Barbara Rittner hatte sie kurzfristig an Stelle von Julia Schruff nominiert, die bei ihrer Auftaktniederlage am Samstag gegen Karolina Sprem enttäuscht hatte. Die Maßnahme hatte Erfolg. Klösel holte mit einem 6:2 und 6:4 gegen Kostanic den entscheidenden Punkt zum 3:1. Damit war die deutsche Mannschaft vor dem abschließenden Doppel nicht mehr einzuholen. Nach einem Jahr in der Zweitklassigkeit spielt die Mannschaft damit im kommenden Jahr wieder in der Weltgruppe.

Vor Klösels Auftritt hatte Anna-Lena Grönefeld, die schon am Samstag ihr Einzel gegen Kostanic gewonnen hatte, die deutschen Frauen 2:1 in Führung gebracht. Die 20-Jährige aus Nordhorn brauchte gegen Karolina Sprem drei Sätze, ehe nach einem 6:3, 6:7 (5:7) und 6:2 der Erfolg perfekt war. In dem umkämpften Match, das sich über mehr als zweieinhalb Stunden hinzog, ging es vor allem im zweiten Satz eng zu.

Vom Finale des Wettbewerbs sind die Deutschen allerdings noch weit entfernt. Dort treffen am 17. und 18. September im Pariser Stade Roland Garros die Mannschaften aufeinander, die auch im vergangenen Jahr im Endspiel standen: Frankreich und Titelverteidiger Russland. Die Russinnen setzten sich in Moskau gegen die USA durch. Frankreich gewann in Aix-en-Provence gegen Spanien.

Der Sieg der Französinnen war ungefährdet. Amelie Mauresmo sicherte gestern gegen Anabel Medina Garrigues das 3:0. Enger ging es zwischen Russland und den USA zu. Den entscheidenden Punkt zum 3:1 für die Russinnen holte Anastasia Myskina durch einen 6:2, 6:4-Erfolg gegen Jill Craybas. Nach dem ersten Tag hatte Russland durch Siege von Myskina gegen Venus Williams und Jelena Dementjewa gegen Mashona Washington 2:0 in Führung gelegen. Williams hatte zwischenzeitlich gegen Jelena Dementjewa auf 1:2 verkürzt. Tsp

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