Sport : Aufstiegshoffnungen adé?: Zu spät wacht Union auf

War das schon das Ende aller Aufstiegshoffnungen? Vieles spricht dafür, dass der 1. FC Union Berlin auch in der kommenden Saison in der Fußball-Regionalliga Nord kicken wird. Im Spitzenspiel des 24. Spieltages drehten die Berliner zwar in den letzten zwölf Minuten einen Zwei-Tore-Rückstand gegen Eintracht Braunschweig noch zu einem 2:2 um, aber nach Jubel war weder den Spielern noch den 11 365 Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei zumute. Den 1. FC Union trennen damit weiterhin sechs Punkte von einem der beiden Aufstiegsplätze.

Braunschweig sah nach zwei Toren des ehemaligen Hamburger Profis Weetendorf (31., 33.) und drei weiteren hundertprozentigen Torchancen schon vor der Pause wie der sichere Sieger aus. Es sah zwischenzeitlich nach einem Berliner Debakel aus. Erst nach dem Seitenwechsel kam Union dank einer kämpferischen Steigerung besser ins Spiel. Die Berliner brauchten aber zwei Standard-Situationen, nachdem Teixeira und Fechner in der 62. und 69. Minute gescheitert waren. Zwölf Minuten vor dem Ende gelang Nikol mit einem Freistoß der Anschlussstreffer, drei Minuten vor Schluss verwandelte Teixeira einen umstrittenen Handstrafstoß zum Ausgleich.

Anders als der 1. FC Union wird Tennis Borussia die Regionalliga wahrscheinlich verlassen - allerdings nach unten, in Richtung Oberliga. Nach dem 1:2 beim Lüneburger SK rutschte TeBe auf den vorletzten Platz ab. Tutas erzielte in der 29. Minute nach einem Abwehrfehler des Berliner Torhüters Renno das erste Tor für Lüneburg. Renno machte vor 1500 Zuschauern seinen Fehler allerdings schon wenige Minuten später wett, als er einen Foulelfmeter von Scharping parierte. Das war nach 35 Minuten. Der eingewechselte Suwary schaffte vor 1500 Zuschauern zwischenzeitlich den Ausgleich (57.), doch eine Viertelstunde später gelang Kruse mit einem Kopfball der Siegtreffer. Der LSK hatte das Geschehen bis auf die zehn Minuten nach der Einwechslung des quirligen Suwary als dritte Spitze sicher im Griff. Kruse, Tutas und Libero Rose ragten aus der Siegermannschaft heraus. Bei Tennis Borussia gefiel Petrow im Mittelfeld.

Neuer Tabellenführer ist der VfB Lübeck. Die Schleswig-Holsteiner bezwangen vor 4500 Zuschauern im Stadion an der Lohmühle den FC Sachsen Leipzig 4:0 (3:0). Die Tore erzielten Mustafa Turgut (2.), Daniel Bärwolf und Christoph Dengel. Die Lübecker diktierten das Geschehen und nutzten ihre Torchancen konsequent aus.

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