Aufstiegsspiele zur Dritten Liga : Traditionsduell zweier Meister

Der 1.FC Magdeburg muss am Mittwochabend gegen Kickers Offenbach im Hinspiel zwischen zweier Traditionsvereine um den Aufstieg in die 3. Liga antreten. Für beide Klubs hätte die Auslosung glücklicher verlaufen können.

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Polänse in Sachsen-Anhalt. Und gegen Offenbach sollen dann die Löcher aus dem Käse fliegen.
Polänse in Sachsen-Anhalt. Und gegen Offenbach sollen dann die Löcher aus dem Käse fliegen.Foto: dpa/Wolf

In dem Duell 1. FC Magdeburg gegen Kickers Offenbach müssen die beiden stärksten Mannschaften der fünf Fußball-Regionalligen in Hin- und Rückspiel gegeneinander antreten. Umso ärgerlicher ist das Spiel des Meisters der Regionalliga Nordost und des Meisters der Regionalliga Südwest, wenn man sich vor Augen führt, dass in einer anderen Paarung der SV Werder Bremen II (Meister Regionalliga Nord) und Borussia Mönchengladbach II (Meister Regionalliga West) aufeinander treffen. Dass souveräne Meister überhaupt in die Relegation müssen, ist eine Farce, die seit der Einführung vor drei Jahren von beinahe allen Vereinen harsch kritisiert wird. Denn so kann eine gesamte und bis dahin erfolgreiche Saison von einer Situation oder im schlimmsten Fall von einem Fehlschuss im Elfmeterschießen abhängen und über die Zukunft dieses Klubs entscheiden.

Warum braucht das Bundesland Bayern unbedingt eine eigene Regionalliga? Das ist für viele unverständlich. Zumal diese Staffel auch sportlich deutlich schwächer ist, als die anderen vier Ligen. Zwar sind die Würzburger Kickers (spielen in der Relegation gegen den Südwest-Zweiten 1.FC Saarbrücken) eine gute und aufstrebende Mannschaft, aber ansonsten könnten die meisten Teams nicht in den anderen Regionalligen mithalten. Deshalb wäre es sinnvoller, die Bayern-Vereine in andere Staffeln aufzuteilen und die Zahl von fünf auf vier zu reduzieren. Schließlich könnte die 3. Liga vier Direktabsteiger bei 20 Mannschaften vertragen. Doch dies ist nur eine mögliche Variante. Eine für alle Seiten wirklich zufriedenstellende Lösung wurde noch nicht gefunden. So werden auch in diesem Jahr drei von sechs Teams auf der Strecke bleiben.

Im Spiel von Magdeburg gegen Offenbach gelten die Kickers als leichter Favorit. Die willens- und konditionsstarke Mannschaft von Trainer Rico Schmitt kann in Bestbesetzung antreten und wird mit den Offensivspielern Markus Müller und Christian Cappek (jeweils 15 Saisontore) für viel Gefahr sorgen. Doch auch Magdeburg hat eine gut besetzte Mannschaft beisammen. Aus dem Team von Trainer Jens Härtel stechen der 1,96 Meter große Torjäger Christian Beck (20 Tore) und der Rechtsverteidiger Nico Hammann (11 Tore) hervor.

Die Zuschauer in der wohl ausverkauften Heimstätte der Magdeburger dürfen sich auf eine spannende, enge Begegnung freuen, in der Kleinigkeiten entscheiden werden. Denn beide Mannschaften sind physisch stark und haben viele großgewachsene Akteure in ihren Reihen. So sind vor allem Standardsituationen eine Gefahr. Am Wochenende haben sowohl die Kickers, als auch die Magdeburger einen Warnschuss bekommen. Magdeburg verlor zuhause gegen den Tabellenletzten FC Viktoria 89 Berlin, der die Klasse trotz sportlichen Abstieges nicht verlassen muss (der VfC Plauen ist insolvent und der 1. FC Union zieht seine zweite Mannschaft zurück) Die Offenbacher Kickers unterlagen Hessen Kassel. Beide Mannschaften waren mit ihren Gedanken wohl schon beim heutigen Spiel, welches für beide Vereine von großer Bedeutung ist. So ist dieses Aufeinandertreffen ein Ereignis, welches auch in den Medien vielfach thematisiert wird. Sowohl der MDR (ab 18:50 Uhr im Fernsehen), als auch der Hessische Rundfunk (Livestream auf hr-online.de ab 19 Uhr) übertragen die Partie.  

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