Sport : Auge sieht grüne Männchen

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Irgendwann im Laufe seiner langen Karriere als Fußballer hat Klaus Augenthaler den Spitznamen Auge bekommen. Das war eine schlichte Kurzform wie Kalle (Rummenigge) oder Didi (Hamann) und hatte mit besonderem Sehvermögen oder gar seherischen Fähigkeiten des früheren Bayern-Verteidigers nichts zu tun. Bis gestern. Da hatte der Trainer Klaus Augenthaler Gesichte und sah nach eigenen Angaben "drei grüne Männchen". Und die hatten beim 0:3 seiner Nürnberger gegen Schalke 04 Augenthaler zu Folge "das Sagen". Eine Invasion vom Mars auf fränkischem Boden? Nein, Augenthaler hatte nur die Leistung der Schiedsrichter gewürdigt. War die Vorstellung der Herrn Strampe, Schumacher und Frank denn wirklich so außerirdisch? "Aus unserer Sicht war das kein Elfmeter", sagte Augenthaler über die Szene in der 60. Minute, die in einem ereignisarmen Spiel letztlich entscheidend war. Auf der Torlinie stehend, bekam Marek Nikl den Ball an den Arm. Strampe unterstellte Absicht, zeigte dem Tschechen Rot und gab Elfmeter. Tomasz Hajto verwandelte.

Schalkes Trainer Huub Stevens teilte Augenthalers Sicht der Dinge nicht: "Das war eindeutig Handspiel. Ich denke, wir haben verdient gewonnen." Gut für Stevens, dass Ebbe Sand kurz vor Schluss mit zwei Toren noch ein standesgemäßes Ergebnis gesichert hatte - gegen inzwischen nur noch neun Nürnberger. Tomasz Kos hatte wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen. Doch auch zu elft hatten die Nürnberger eine Stunde lange keine gute Chance zustande gebracht. Dafür sind Augenthalers rote Männchen allein verantwortlich.

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