Sport : Aus Chinas Superliga zur EM nach Polen

von

Berlin - Rekordeuropameister im Tischtennis ist Timo Boll schon, jetzt kann er seinen Vorsprung um zwei weitere Titel ausbauen. In Danzig beginnen die Europameisterschaften, die deutsche Männermannschaft als Titelverteidiger trifft zum Auftakt an diesem Samstag auf Gastgeber Polen. Der Mannschaftswettbewerb könnte Bolls EM-Titel Nummer 14 werden, der im Einzel, zu vergeben am Sonntag der kommenden Woche, Nummer 15.

Für den 30 Jahre alten Odenwälder geht es in Danzig auch um die Frage, was ihm sein China-Aufenthalt in diesem Sommer gebracht hat. Zwei Monate hat Boll dort trainiert und in der chinesischen Superliga gespielt. Als er schon wieder zurück in Deutschland war, gewann sein Team Zheshang Bank Hangzhou noch den Titel. Timo Boll darf sich nun also auch als erster Europäer Chinesischer Meister nennen. Der Aufenthalt in China hat allerdings auch an seinen Kräften gezehrt. „Ich weiß, wie strapaziös die Europameisterschaft ist. Man muss sich extrem quälen können“, sagt Boll. Aufs Doppel wird er daher verzichten, sein Partner Christian Süß musste die EM-Teilnahme ohnehin verletzungsbedingt absagen. Gerade der Mannschaftswettbewerb ist für Boll und seine Kollegen besonders wichtig. Denn im März nächsten Jahres findet die Mannschafts-WM im eigenen Land statt, in der Dortmunder Westfalenhalle. Friedhard Teuffel

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben