Sport : Aus dem Tief wird eine Krise Die Eisbären verlieren weiter: 0:3 in Iserlohn

Michael Topp

Iserlohn - Als gestern Abend die Schlusssirene in der kompakten Iserlohner Eishalle am Seilersee erklang, tobte der Anhang der Roosters. Endlich einmal hatten die Sauerländer die Eisbären bezwingen können, nach zwei heftigen Punkstpielniederlagen gegen die Berliner (5:7 und 2:7) und dem Aus im Pokal. Die Spieler der Eisbären dagegen wirkten frustriert als sie begleitet vom Gelärme der Iserlohner Fans vom Eis fuhren: Mit Trainer Don Jackson hinter der Bande haben sie nun schon sechs von sieben Spielen im Jahr 2008 verloren. Gestern gab es für die am Sonntag von der Tabellenspitze der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) verdrängten Berliner eine 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)-Niederlage.

Zwei Spiele war Jackson aus familiären Gründen in seiner Heimat USA, während dieser Zeit hatten seine Spieler zwei Mal klar gesiegt. Seit Sonnabend ist Jackson wieder in Deutschland und erlebte nun nach dem 1:2 am Sonntag gegen Duisburg auch gestern vor 3097 Zuschauern in Iserlohn einen mageren Auftritt seiner Mannschaft gegen einen Gegner, der übrigens auf seinen Cheftrainer verzichten musste: Bei den Roosters war Kotrainer Uli Liebsch für das Team verantwortlich. Cheftrainer Rick Adduono war freigestellt, um bei seiner erkrankten Ehefrau sein zu können.

Wenn die Eisbären in dieser Saison gegen Iserlohn gespielt haben, dann war der Unterhaltungswert groß. Gestern allerdings boten die Teams um den erfolgreichsten Torjäger der DEL, den Iserlohner Michael Wolf, und um Eisbären-Kapitän Steve Walker, Topscorer der Liga, vor den Toren eher wenig. Nur Ryan Ready war im ersten Abschnitt treffsicher und erzielte gegen Eisbären-Torwart Rob Zepp das Iserlohner Führungstor. Im zweiten Abschnitt überwand Brad Tapper dann den machtlosen Zepp und spätestens ab da fehlte den Berliner Aktionen die in der ersten Saisonhälfte oft gesehene Entschlossenheit. Alexander Dück erhöhte im Schlussdrittel auf 3:0 für die Iserlohner, die nächste Berliner Niederlage war besiegelt. Was zunächst wie ein Tief aussah, wird nun so langsam zur Krise bei den Eisbären. Trainer Jackson wollte das allerdings nicht so sehen, er sagte nach dem Spiel: „Iserlohn hat eine bessere Leistung gezeigt als wir, wir müssen nun in die Zukunft schauen.“ Michael Topp

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