Sport : Aus der Hand gegeben

Albas Basketballer verlieren in Bremerhaven 85:87

Benedikt Voigt

Bremerhaven - Eine Viertelstunde vor der Landung in Bremerhaven-Luneort bekamen die Basketballer von Alba Berlin die steife Nordseebrise am eigenen Leib zu spüren. Ihre 18-sitzige Chartermaschine wackelte so bedrohlich, dass es Henning Harnisch mulmig wurde. „Ich habe ganz schön Angst bekommen“, berichtete der Teammanager von Alba Berlin. Achteinhalb Stunden später hatte seine Mannschaft die Möglichkeit, den ungemütlichen Flug nach Bremerhaven zu einer einmaligen Angelegenheit zu machen. Und nutzte sie nicht. 85:87 (37:38) verloren die Berliner vor 3800 Zuschauern bei den Eisbären Bremerhaven. In der Halbfinalserie nach dem Modus „Best of Five“ steht es nun 1:1 nach Siegen. Damit ist klar, dass die Berliner am kommenden Dienstag erneut zu einem vierten Spiel nach Bremerhaven fliegen müssen. Spiel drei findet am Sonntag in Berlin statt.

Die Berliner konnten auch das dritte Auswärtsspiel in diesen Play-offs nicht gewinnen. Jovo Stanojevic war mit 24 Punkten bester Berliner Werfer. Seine Mannschaft konnte jedoch zu keiner Zeit an den attraktiven Tempobasketball im ersten Spiel (91:68) anknüpfen. Bei Bremerhaven überragte Nick Jacobson mit 25 Punkten. Alba leistete sich zu viele Ballverluste, elf bereits in der ersten Halbzeit. Zu Beginn des zweiten Viertels, als Hollis Price und Jovo Stanojevic auf der Bank saßen, lagen die Berliner schon 12:22 in Rückstand. Erst als sie besser verteidigten, kamen sie durch einen 9:0-Lauf wieder ins Spiel. Nenad Canak brachte Alba in der 16.Minute erstmals in Führung.

Doch Bremerhaven konnte mit der Pausensirene durch einen Tip-In von Judson Wallace die Führung zurückerobern. Jovo Stanojevic hatte mit 13 Punkten unter den Körben dominiert, bekam aber zunächst von Quadre Lollis und Sharrod Ford nur wenig Unterstützung gegen Bremerhavens starke Centerspieler Darren Fenn und Judson Wallace, die jeweils 18 Punkte erzielten.

Dank Fords sechs Punkten in Folge ging Alba mit nur einem Punkt Rückstand in das entscheidende Viertel. Der Centerspieler dominierte plötzlich das Spiel. In der Offensive brachte er Alba erstmals etwas deutlicher in Führung (64:60). Und in der Defensive blockte der Mann mit den langen Armen zweimal in Folge Bremerhavener Würfe. Alba baute die Führung nach einer 13:0-Serie auf neun Punkte aus. Doch das genügte nicht.

Das nächste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften findet am Sonntag um 18 Uhr in der Max-Schmeling-Halle statt. In den Play-offs sind die Berliner zu Hause noch ungeschlagen. Albas Trainer Henrik Rödl erwartet dennoch ein „heißes Spiel“.

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