Sport : Aus Europa zurück in die Krise

Frankfurt und Stuttgart wollen endlich punkten.

Berlin - Vom Tabellenende nach Europa und zurück: Die Ausgangslage der beiden bisher punktlosen Bundesligisten, die am Donnerstag in der Europa League im Einsatz waren, ist nach der Rückkehr in den Ligaalltag unterschiedlich. Eintracht Frankfurt feierte nach sieben Jahren ein erfolgreiches Comeback im Europapokal, der VfB Stuttgart verlor das dritte Pflichtspiel in Serie. Die Eintracht steht dank des 2:0-Sieges beim FK Karabach Agdam so gut wie sicher in der Gruppenphase der Europa League und reist am Sonntag selbstbewusst zu Eintracht Braunschweig. Der Aufsteiger hat ebenfalls die ersten beiden Bundesligaspiele verloren. Die Stuttgarter fürchten nach dem 1:2 im Play-off-Hinspiel bei HNK Rijeka hingegen das vorzeitige Aus. Am Sonntag spielen die Schwaben beim FC Augsburg, der ebenfalls mit null Punkten dasteht.

In Kroatien hatte Trainer Labbadia drei ungenutzte Großchancen beim VfB gezählt, bevor Leon Benko nach 74 Minuten für das 1:0 der Gastgeber sorgte. „Das ist unser Manko, wir brauchen zu viele Chancen“, kritisierte er. In der 87. Minute erzielte Zoran Kvrzic nach einem Konter das 0:2, ehe Vedad Ibisevic mit seinem Treffer zwei Minuten vor Schluss noch eine halbwegs passable Ausgangslage für das Rückspiel verschaffte. „Wir sind derzeit in einem Negativlauf und den müssen wir schleunigst beenden,“ sagte VfB–Kapitän Christian Gentner. Am besten schon am Sonntagabend in Augsburg. „Die Vorzeichen sind klar: Wir müssen punkten“, forderte Sportvorstand Fredi Bobic. „Die Ergebnisse passen nicht, deswegen ist die Stimmung automatisch schlechter.“

Die Eintracht wird im Heimspiel gegen Karabach dagegen kaum mehr in Bedrängnis kommen. Selbst der stets zurückhaltende Vorstandschef Heribert Bruchhagen war nach dem 2:0 in Baku überschwänglich. „Ich bin total glücklich und freue mich, dass wir die Gruppenphase erreicht haben“, sagte er und fügte hinzu: „Machen wir uns nichts vor: Da ist keine Gefahr mehr.“ Dank zwei Toren von Alexander Meier in der 6. und 75. Minute darf die Eintracht mit zusätzlichen Einnahmen von rund fünf Millionen Euro planen. „Er war noch nie so gut wie jetzt. Alex kann immer den Unterschied ausmachen“, würdigte der Eintracht-Trainer Armin Veh den Torjäger und betonte mit Blick auf das Spiel am Sonntag : „Die Bundesliga ist das wichtigste Gut. Wir wollen in Braunschweig was holen.“dpa

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