• Aus für Bayer Leverkusen in der Champions League: Ohne Wunder, aber mit einem guten Gefühl
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Aus für Bayer Leverkusen in der Champions League : Ohne Wunder, aber mit einem guten Gefühl

Bayer Leverkusen brauchte gegen Atletico Madrid ein Wunder. Geholfen hätte am Mittwoch aber auch eine bessere Chancenverwertung.

Madrids Diego Godin (l) und Javier Hernandez duellierten sich so manches Mal.
Madrids Diego Godin (l) und Javier Hernandez duellierten sich so manches Mal.Foto: dpa

Bayer Leverkusen tat von der Erscheinung her wirklich alles, um gegen die häufig als Krieger titulierten Fußballspieler von Atletico Madrid in deren stimmungsgewaltigen Stadion aufzulaufen. Trainer Tayfun Korkut stand breitbeinig und mit ernster Miene wenige Sekunden vor dem Anpfiff in seiner Coaching Zone. Sein treffsicherster Stürmer, Javier Hernandez, sah ebenfalls sehr entschlossen aus. Ein bisschen könnte auch dazu beigetragen haben, dass der er wegen einer verlorenen Wette seit ein paar Tagen eine Glatze trägt. Ging in diesem Achtelfinale der Champions League also noch was für Bayer Leverkusen? Das Hinspiel hatte das Team 2:4 verloren. Es musste also ein Wunder her.

Es sollte aber kein Wunder geben im Estadio Vicente Calderon, sondern lediglich ein normales Fußballspiel mit ein paar hübschen Aktionen auf beiden Seiten. Das Spiel endete 0:0 und somit ist die Champions League für die kriselnde Mannschaft von Bayer Leverkusen zu Ende. „Wir haben momentan nicht das Glück auf unserer Seite. Zudem hatten sie einen wahnsinnig guten Keeper im Tor. Das war aber ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Leverkusens Torhüter Bernd Leno.

Man wolle ein gutes Spiel abliefern und mit einem guten Gefühl wieder die Heimreise antreten, war Korkuts Losung vor der Partie gewesen. Seine Mannschaft erfüllte den Auftrag durchaus, allerdings verpasste sie es, wenigstens ein klein wenig für Spannung zu sorgen.

Volland verzieht knapp

Die Gelegenheiten dafür waren durchaus vorhanden. Atletico tat, das wurde schnell deutlich am Mittwochabend, nur das Nötigste und überließ den Gästen größtenteils Ball und Raum. Schon nach vier Minuten nahm Kevin Volland den Ball geschickt mit und zielte nur knapp am Tor vorbei.

Etwa zehn Minuten später entwischte Julian Brandt der gegnerischen Abwehr. Doch statt den Abschluss zu suchen, schlug der 20-Jährige einen Haken und blieb an einem Abwehrbein hängen. Atleticos impulsiver Trainer Diego Simeone stieß danach ein paar Flüche aus und seine Mannschaft schien dies auch wahrgenommen zu haben. Die Spanier bemühten sich nun etwas mehr. So zwangen Angel Correa und Koke Leverkusens Torhüter Leno zu zwei Glanzparaden.

Nach der Pause verfiel Atletico wieder in die alte Gemütlichkeit. Die größten Chancen hatte Bayer. Vor allem in der 68.Minute vergab Leverkusen die riesige Möglichkeit zur Führung. Brandt lief allein auf Torhüter Jan Oblak zu und scheiterte. Der Ball rollte anschließend vor die Füße von Volland, der zweimal am famosen Oblak scheiterte. Doch die Situation war noch nicht vorbei. Nun war Hernandez dran, aber sein Versuch strich knapp am Pfosten vorbei. „Ich glaube, wir können heute viele gute Erkenntnisse aus dem Spiel ziehen“, sagte Brandt. „Wir waren in dem Spiel auf einem guten Weg, es hat aber nicht gereicht.“

So blieb es beim 0:0 und – wohl auch – beim guten Gefühl, mit dem Bayer am Samstag in das Spiel gegen die TSG Hoffenheim gehen wird. (Tsp)

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