Sport : Aus von Jing Tian-Zörner paßt zum schwachen Abschneiden des deutschen Teams

Nach dem Aus für die Medaillenträume von Jing Tian-Zörner finden die beiden Schlusstage der Tischtennis-WM in Eindhoven ohne deutsche Beteiligung statt. Die aus China stammende Weltranglisten-Vierte verpasste im Damen-Viertelfinale durch ein 18:21, 21:17, 16:21, 9:21 gegen die Südkoreanerin Ryu Ji Hye leicht überraschend die Vorschlussrunde und damit auch die erhoffte Medaille.

Durch das Ausscheiden der 36 Jahre alten Abwehrspielerin muss der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB), dessen elf übrige Aktiven sich in den Niederlanden frühzeitig verabschiedet hatten, in den Individual-Wettbewerben auch nach den insgesamt enttäuschenden Titelkämpfen in den Niederlanden weiter auf das erste WM-Edelmetall seit dem Doppel-Gold von Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner 1989 in Dortmund warten.

"Ich hatte mir vor dem Spiel gute Chancen ausgerechnet, denn Ryu hat mit meinem Spielsystem Probleme. Außerdem hatte ich 1997 unser bisher einziges Spiel gegeneinander auch gewonnen. Aber Ryu hat sich gut auf meine Spielweise eingestellt", erklärte Tian-Zörner. Ihr Aus wenige Stunden nach dem erwarteten Mixed-Gold für China durch Ma Lin und Zhang Ying Ying passte angesichts des schwachen Abschneidens der DTTB-Aktiven ins Bild. "Unser Ziel war eine Medaille. Leider haben wir es nicht erreicht. Gemessen an Ergebnissen war diese WM sicher nicht überragend, aber wir können einigermaßen optimistisch in Richtung 2000 mit der EM in Bremen und Olympia in Sydney blicken", bilanzierte DTTB-Cheftrainer Dirk Schimmelpfennig.

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