Sport : Ausgeglichener Wintersport

Der Präsident des FC St. Pauli hatte vor dem Spiel seine eigene Rechnung aufgemacht und diese seinen Spielern vorgetragen. "Das ist für uns ein Neun-Punkte-Spiel. Wir müssen gewinnen, oder wir können die 1. Liga abhaken", erklärte Klubchef Reenald Koch. So gesehen, haben die Hamburger gestern acht Punkte verloren. Denn das Duell in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach endete 1:1. Doch die Spieler des Tabellen-Vorletzten rechnen anders als ihr Präsident. Denn auch nach dem mageren Remis sehen sie sich noch längst nicht in der Zweiten Bundesliga. "Noch ist Zuversicht da. Wir haben uns noch lange nicht aufgegeben", meinte Marcel Rath, der allerdings in der nächsten Woche beim schweren Auswärtsspiel in Dortmund aufgrund seiner fünften Gelben Karte ebenso fehlen wird wie Torschütze Jochen Kientz.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Gekämpft haben die Hamburger allemal so, als wenn es um neun Punkte gegangen wäre. Mangels spielerischer Möglichkeiten erinnerte das, was beide Mannschaften zeigten, allerdings phasenweise eher an olympischen Wintersport als an Fußball. Auf dem verschneiten Rasen des Millerntorstadions und im dichten Flockenwirbel taten sich beide Teams verständlicherweise schwer, den Ball unter Kontrolle zu halten. "Da kam kein richtiges Spiel zu Stande. Das war mehr Zufall", sagte Marcel Rath. Insoweit herrschte Einigkeit zwischen beiden Mannschaften. "Der 16-Meter-Raum war schön grün. Alles andere war eine Katastrophe. Ich hätte das Spiel nicht angepfiffen", meinte der Gladbacher Arie van Lent. Das hätte der Torschütze des 1:0 möglicherweise nicht gesagt, wenn Kientz nicht der Ausgleich geglückt wäre. Für Gladbach aber ist der Punkt mehr wert als für St. Pauli.

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