Sport : Ausgehen in der Provinz

NAME

Berlin. Kurz hinter dem Autobahnkreuz Hannover klingelte bei Harun Isa das Telefon. „Mach´ bitte schnell“, sagte Isa. „Ich habe es eilig. Wirklich.“ Am Abend hatte ein Kumpel einen Tisch in einem Osnabrücker Restaurant reserviert. Dort wird er sich nun öfters aufhalten: Der 33-jährige Stürmer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union wechselt zum Regionalligisten VfL Osnabrück.

Kontakt gab es schon vor zwei Wochen, am Freitagnachmittag aber wurde es dann hektisch: Isa schmiss ein paar Klamotten in die Tasche und stieg in den Wagen. „Es ging alles sehr schnell“, sagte Isa. Am Nachmittag hatte sich der albanische Stürmer bei den Kollegen verabschiedet. „Eine merkwürdige Situation“, sagt Isa. „Ich hatte mit den Jungs bei Union eine wirklich schöne Zeit.“

In der vergangenen Saison erzielte Isa für den 1. FC Union neun Tore. Keine schlechte Bilanz für einen Einwechselspieler. Der Klub aber bot Isa nur einen Einjahresvertrag an. Im März hat er in Köpenick zwar verlängert, „aber eigentlich war das Angebot zu wenig“, sagt Isa. Osnabrück hat ihm einen besseren Vertrag angeboten: Zwei Jahre plus Option. „Klar, dass ich so etwas mit 33 Jahren nicht ablehnen kann“, sagt Isa. „Ich habe in meiner Karriere nicht mehr so viele Chance. Und finanziell geht es mir nicht schlechter.“ Der Abschied sei „sehr korrekt“ verlaufen, sagt Isa. In ein, zwei Tagen will er noch einmal nach Berlin zurückkehren und den Umzugswagen bestellen. Und mit welchem Kumpel trifft er sich in Osnabrück? „Mit Trede“, sagt Isa. Marko Tredup war vor wenigen Tagen erst von Union zum VfL Osnabrück gewechselt. André Görke

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben