Sport : Ausgelaugt an die Tabellenspitze

Kurze Pause für Alba nach 73:64 gegen Bremerhaven

Helen Ruwald

Berlin - Julius Jenkins, häufig Alba Berlins treffsicherster Mann, hatte gegen die Eisbären Bremerhaven nur drei von 13 Würfen getroffen, den Ball bei acht Dreierversuchen kein einziges Mal im Korb untergebracht und war beim 73:64 (37:36)- Sieg mit einer Wurfquote von 23 Prozent schwächster Werfer der Gastgeber. Trotzdem fand Marco Baldi, der Geschäftsführer des Basketball-Bundesligisten, Kritik an Jenkins nicht angemessen. „Er bewegt sich von der Konstanz her die gesamte Saison auf einem beängstigenden Niveau. Da darf er sich auch mal so ein Spiel leisten“, sagte Baldi. Zudem habe Jenkins in der zweiten Halbzeit Bremerhavens Nate Funk aus dem Spiel genommen, der die ersten zehn Punkte seines Teams gemacht hatte. Auch Kapitän Patrick Femerling lobte Jenkins Arbeit in der Verteidigung, „es kommt nicht drauf an, dass er 30 Punkte macht“.

Sehr oft kam es in dieser Saison zwar schon drauf an, doch am Ostersonntag trafen dafür Bobby Browns (18), Dragan Dojcin (14), Femerling (14), Immanuel McElroy (11) und Aleksandar Nadjfeji (10) zweistellig. Topscorer war Bremerhavens Anthony Tolliver mit 21 Punkten. Alba hatte die Gäste nach 35:25-Führung zwar wieder auf einen Zähler herankommen lassen, doch darüber mochte sich niemand aufregen. Schließlich hatte der bisherige Tabellenführer Quakenbrück gegen Paderborn verloren und Alba so die Rückkehr an die Spitze ermöglicht.

Und es hatte zu einem Sieg mit wenig Gegenpunkten gereicht, obwohl Jenkins nicht traf, Albas Dreierquote nur 18 Prozent betrug, dem Team drei Verlängerungen aus den Spielen gegen Trier und Ulm in den Knochen steckte – und obwohl zwei Leistungsträger ausfielen. Dijon Thompson, der am Mittwoch im Pokal gegen Ulm mit 21 Punkten geglänzt hatte, zwang eine Fingerprellung zur Pause, Goran Nikolic eine Leistenzerrung. „Von der Intensität ging nicht mehr“, sagt Baldi. Viel Zeit zur Regeneration bleibt nicht. Schon am Donnerstag tritt Alba beim Tabellenletzten Jena an. Helen Ruwald

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