Sport : Ausgeruht, aber nicht gut genug

Babelsberg – Stuttgart 2:4

Matthias Koch

Potsdam – Fußball-Oberligist Babelsberg 03 konnte den klaren Favoriten zwar ein bisschen ärgern. Mehr aber auch nicht. Der VfB Stuttgart setzte sich im DFB-Pokal vor 7120 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion am Ende mit 4:2 durch. „Kompliment an die Babelsberger. Ich war überrascht, dass der Gegner physisch über 90 Minuten so auf der Höhe war“, lobte der Stuttgarter Trainer Armin Veh den Kontrahenten.

Die Schwaben, mit acht Akteuren aus der Startformation vom 1:1 zuletzt beim VfL Wolfsburg, gingen in Hälfte eins konzentriert zur Sache. Schon in der elften Minute erzielte Mittelfeldspieler Roberto Hilbert nach Vorlage von Nationalspieler Thomas Hitzlsperger die 1:0-Führung der Stuttgarter. Nach diesem Stimmungstöter für die Babelsberger vergaben Hitzlsperger nach Doppelpass mit Mario Gomez und Serdar Tasci vor der Pause die Vorentscheidung.

Im zweiten Durchgang konnten die gut ausgeruhten Babelsberger – alle Potsdamer Spieler mussten auf Anweisung des Vereins am Pokaltag einen Urlaubstag nehmen – den VfB noch mehr reizen. Zunächst glückte zwar dem Franzosen Matthieu Delpierre die 2:0-Führung für den VfB. Aber Aymen Ben-Hatira brachte die Babelsberger schnell wieder auf 1:2 heran. Und als Mario Gomez mit einem Kopfball zum 3:1 für die Stuttgarter erhöhte – obwohl der Ball die Torlinie nach Meinung der Babelsberger nicht überschritten haben soll –, war gleich wieder der Deutsch-Tunesier Ben-Hatira zur Stelle, um auf 2:3 zu verkürzen.

Mehr ließen die Stuttgarter jedoch nicht zu. Im Gegenteil: Der eingewechselte Brasilianer Cacau traf nach Flanke von Hilbert zehn Minuten vor dem Ende zur endgültigen Entscheidung. „Wir haben uns sehr, sehr gut verkauft. Aber Priorität hat für uns der Aufstieg in die Regionalliga“, sagte der Babelsberger Trainer Rastislav Hodul, dessen Verein rund 120 000 Euro Gewinn aus dem Pokalspiel verbucht.

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