Sport : Ausgleich in der Nachspielzeit: Union nur 4:4 gegen Ahlen

Matthias Koch

Berlin - Auf den Rängen tobte das Publikum, mitten auf dem Platz im Stadion an der Alten Försterei wurde Schiedsrichter Sascha Thielert aus Buchholz von den Funktionären des Fußball-Regionalligisten 1. FC Union Berlin verbal angegriffen. Nach dem 4:4 (3:1) gegen Rot-Weiss Ahlen im letzten Punktspiel des Jahres waren nicht nur Union-Präsident Dirk Zingler und Manager Christian Beeck völlig außer sich. Die Berliner konnten nur schwer verwinden, dass der Ahlener Sebastian Schoof in der dritten Minute der Nachspielzeit tatsächlich noch das 4:4 erzielte.

„Wir haben uns aufgrund der zweiten Hälfte das Unentschieden verdient, obwohl wir in der Abwehr eines der schlechtesten Spiele ablieferten“, sagte Ahlens Coach Christian Wück. Sein Widerpart Uwe Neuhaus fand weniger feine Worte bei der Analyse. „Es war ein tolles Regionalligaspiel, das allerdings ein beschissenes Ende für uns hatte", sagte der frustrierte Union-Trainer. Zwei Mal schien seine Mannschaft den Sieg sicher zu haben: Nach dem 3:1 durch Torsten Mattuschka im ersten Abschnitt, dann nach dem 4:3 durch ein Elfmetertor durch Nico Patschinski dreizehn Minuten vor dem Abpfiff. Spätestens hier glaubten viele der 5065 Zuschauer an eine Wiederholung des jüngsten 4:3-Erfolges gegen den VfB Lübeck. Guido Spork und Nico Patschinski hatten die ersten zwei Treffer für Union erzielt, doch es war erst der Beginn eines ständigen Auf und Ab für die Union-Fans.

Die Ahlener gaben sich allerdings nie auf und kamen nach Toren von Oliver Glöden, zweimal Kevin Großkreuz sowie dem Treffer in der Nachspielzeit zum verdienten Punkt. Torschütze Sebastian Schoof war erst in der Nachspielzeit eingewechselt worden. Besonders ärgerlich für Union war, dass allein nach der Berliner 4:3-Führung Karim Benyamina, Guido Spork und zwei Mal Torsten Mattuschka die Chance zum fünften Tor vergeben hatten. Matthias Koch

0 Kommentare

Neuester Kommentar