Ausmusterung in Hoffenheim : Tim Wiese stürzt noch tiefer

Hoffenheim suspendiert Tim Wiese – der frühere Nationaltorwart darf nach einer neuen Eskapade nur noch Einzeltraining absolvieren. Der 31-Jährige hatte zuletzt ohnehin nur noch auf der Tribüne gesessen.

Nach Hause telefonieren. Tim Wiese hat jetzt noch mehr Zeit für die Familie.
Nach Hause telefonieren. Tim Wiese hat jetzt noch mehr Zeit für die Familie.Foto: dpa

Einzeltraining statt Europapokal: Tim Wiese hat beim abstiegsbedrohten Bundesligisten Hoffenheim keine Zukunft mehr. Der frühere Nationalspieler wurde vor dem Spiel um den letzten Tabellenplatz bei der SpVgg Greuther Fürth an diesem Samstag aus dem Kader gestrichen und darf nicht mehr mit der Mannschaft trainieren. „Die Vielzahl der Dinge, die es außerhalb des Platzes gegeben hat, haben uns zu diesem Schritt bewogen“, sagte Hoffenheims Trainer Marco Kurz am Donnerstag. In Fürth wird wie schon zuletzt Heurelho Gomes bei der TSG zwischen den Pfosten stehen. Der Brasilianer hatte Wiese bereits Anfang Februar als Nummer eins abgelöst.

Ausschlaggebend für den Ausschluss aus dem Teamtraining ausgerechnet vor dem richtungsweisenden Duell im Frankenland war nach Aussage von Kurz ein „erneuter Vorfall“, den sich Wiese abseits des Fußballplatzes geleistet habe. Der 31-Jährige soll in der vergangenen Woche im VIP-Raum des Handball-Bundesligisten Rhein Neckar Löwen unangenehm aufgefallen sein. „Es geht um die Darstellung des Teams nach außen“, sagte der Hoffenheimer Trainer, „gerade in unserer derzeit sehr schwierigen Situation.“

Mitte Februar war Wiese zusammen mit Teamkollege Tobias Weis bereits auf einer Karnevals-Party negativ in Erscheinung getreten und danach mit einer Geldstrafe belegt worden. Auch beim Straftraining nach dem 1:2 in Augsburg hatte Wiese mit einem betont lustlosen Auftreten für Unverständnis bei den Verantwortlichen gesorgt.

Müller führte daher am Mittwoch ein Gespräch mit dem Torhüter, in dem er ein professionelleres Auftreten des Keepers einforderte. Am Tag danach folgte die Degradierung ins Einzeltraining. (dpa)

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