Sport : Ausrüsterdeal: DFB und DFL streiten weiter

Berlin - Offiziell ist der Ausrüsterstreit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Adidas durch den neuen Kontrakt bis 2018 beendet. Am Montag wurde der Vertrag unterzeichnet. Im Raum aber steht der Zwist mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL). „Ich bin tief verletzt“, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger angesichts des Widerstands der DFL gegen den neuen Ausrüstervertrag. Für ein Gesamtpaket von etwa 200 Millionen Euro rüstet Adidas auch von 2011 bis 2018 die DFB-Mannschaften aus. Nike hatte für einen Einstieg 500 Millionen Euro geboten. Die drei DFL-Vertreter im DFB-Präsidium hatten, wie berichtet, gegen die Vertragsverlängerung gestimmt und dabei den geringeren Ertrag und die lange Laufzeit bemängelt.

Die neue Vereinbarung mit Adidas umfasst auch den Bau von 1000 Bolzplätzen sowie die Förderung des Fußball-Nachwuchses. „Wir liegen damit an der Spitze dessen, was man weltweit für Nationalmannschaften zahlt“, sagte Zwanziger. Den indirekten Vorwurf der DFL, er verschwende mit der Entscheidung für Adidas Geld des Verbandes, „kann und werde ich nicht akzeptieren“. Prompt konterte DFL-Präsident Reinhard Rauball: „Wir sind über die Aufgeregtheit verwundert, da es sich nicht um eine persönliche Angelegenheit, sondern um eine sachliche Bewertung handelt.“ Tsp/dpa

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