Ausschreitungen : 58 Festnahmen bei TeBe gegen BFC Dynamo

Gewalt im Fußballstadion: Beim Oberligaspiel zwischen Tennis Borussia und dem BFC Dynamo Berlin prügelten sich die Fans mit der Polizei. 58 Menschen wurden verletzt.

Tanja Buntrock

BerlinBeim Oberligaspiel zwischen Tennis Borussia und dem BFC Dynamo Berlin (4:2) am Sonntag ist es zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und Fans gekommen. Insgesamt 58 Personen wurden verletzt, darunter sieben Polizisten. 18 Fußballanhänger wurden vorläufig festgenommen: wegen Landfriedensbruchs, Widerstandes, Körperverletzung und versuchter Gefangenenbefreiung.

Die Partie im Mommsenstadion musste zweimal unterbrochen werden, weil ein Dynamo-Fan Feuerwerkskörper aufs Spielfeld geworfen hatte. Er wurde festgenommen. Kurz vor Spielende kletterten Dynamo-Anhänger auf Zäune und wurden von Ordnern zurückgedrängt. Die Ordner sowie die Polizisten, die hinzukamen, wurden laut Polizei von den Fans massiv attackiert. Die Beamten gingen mit Pfefferspray und Schlagstöcken vor.

BFC-Präsident Norbert Uhlig warf den Einsatzkräften unverhältnismäßiges Einschreiten vor. Die Polizei wies diese Vorwürfe zurück. Laut der Leiterin der Polizei-Pressestelle, Heike Nagora, seien Äußerungen der Vereinsführung des BFC „nur mit Realitätsverlust oder Ignoranz zu erklären“. In der Mitteilung heißt es weiter: „Ein Klubpräsident, der nach Gewaltausbrüchen gegen Sicherheitskräfte die Polizei zum Störenfried ernennt und allen Ernstes erklärt, sein Klub brauche keinen Sicherheitsdienst mehr, sollte von den zuständigen Vereins- oder Verbandsgremien aus dem Verkehr gezogen werden, bevor Schlimmeres passiert.“ Uhlig hatte moniert: „Mir ist absolut unverständlich, wie Männer in voller Montur auf sechs- bis achtjährige Kinder und Frauen einschlagen können.“ Sein Klub prüfe, mit welchen rechtlichen Mitteln man dagegen vorgehen könne.

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