Ausschreitungen in der Slowakei : Uefa bestraft DFB

Die Uefa hat den DFB wegen der Ausschreitungen am Rande des Europameisterschafts-Qualifikationsspiels in Bratislava gegen die Slowakei (4:1) mit einer Geldstrafe belegt.

Frankfurt/Main - Wie der Deutschen Fußball-Bund (DFB) mitteilte, verhängte die Kontroll- und Disziplinarkammer der Europäische Fußball-Union (Uefa) eine Strafe in Höhe von 12.500 Euro. Außerdem wurde der DFB angewiesen, dem slowakischen Fußball-Verband den durch die Sachbeschädigungen entstandenen Schaden zu ersetzen.

Aufgrund der gängigen Uefa-Rechtsprechung müsse der DFB die Verantwortung anerkennen und akzeptiere daher die Geldstrafe für das Verhalten deutscher Hooligans, hieß es weiter. Der DFB verwies in diesem Zusammenhang auf die Uefa-Bestimmungen, dass Verbände und Vereine verantwortlich sind für Zwischenfälle, die ihre Anhänger vor, während und nach dem Spiel verursachen, selbst wenn die Verbände und Vereine kein Verschulden trifft.

"Hauptverantwortung bei slowakischem Verband"

Gleichzeitig teilte der DFB mit, dass man gegen die Uefa-Anweisung, dem slowakischen Verband entstandenen Schaden zu ersetzen, fristgerecht Berufung einlegen werde. Der DFB wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Uefa die Hauptverantwortung des slowakischen Verbandes als Veranstalter in ihrem Urteil nicht berücksichtigt habe. So seien vom DFB vorgeschlagene Hinweise und Maßnahmen, insbesondere für den Ticket-Verkauf, nicht befolgt worden.

Vor einem guten Monat war es am Rande des EM-Qualifikationsspiels im deutschen Fanblock zu massiven Auseinandersetzungen mit Ordnungskräften und örtlicher Polizei gekommen. Die auffällig gewordenen Gewalttäter sollen sich ihre Eintrittskarten nahezu ausnahmslos in der Slowakei und nicht im Vorverkauf über den offiziellen Ticket-Service des DFB besorgt haben. (tso/ddp)

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