Außenseitersieg in Hoppegarten : Ars Nova gewinnt das Stutenderby

Die Außenseiterin Ars nova und der Italiener Andrea Atenzi siegen beim Stutenrennen in Hoppegarten. Die hochfavorisierten Quilita, Artemisia und Swordhalf gingen leer aus.

Ulrich Nickesen
Foto: Frank Sorge/galoppfoto.de

Jede Glückssträhne geht einmal zu Ende. Diese schmerzliche Erfahrung mussten am Sonntag beim zweitwichtigsten Renntag der Saison in Hoppegarten gleich mehrere Erfolgsgespanne unter den Trainern und Jockeys machen. Trainer Peter Schiergen und sein auch international renommierter Jockey Andrasch Starke wurden im „Diana Trial“ in Hoppegarten genauso enttäuscht, um nicht zu sagen, vorgeführt wie Trainer Andreas Wöhler und sein erster Stalljockey Eduardo Pedroza.

Das Rennen über 2000 Meter gilt als Test für das unter klassischen Bedingungen ausgetragene Stutenderby, den Preis der Diana, im August in Düsseldorf. Doch selbst wenn man relativ großzügige Ansprüche anlegt, haben nur die beiden Erstplatzierten Ars nova und Oriental Lady den kräftezehrenden Test auf der Hoppegartener Galopprennbahn bestanden.

Vom Start weg übernahm die von Andrea Atzeni gerittene Ars nova das Kommando und ließ frühzeitig erahnen, dass die hochfavorisierten Quilita, Artemisia oder Swordhalf ihr nicht gefährlich werden konnten. Die einzige Gefahr ging von der ebenfalls unterschätzten Oriental Lady unter dem italienischen Jockey Mirco Demuro aus, der bis zur Ziellinie permanent die führende Ars nova attackierte, aber auf den letzten 100 Metern die Überlegenheit seiner Konkurrentin akzeptieren musste.

Die dreijährige Außenseiterin Ars nova profitierte vom couragierten Ritt ihres Jockeys Andrea Atzeni. Der gebürtige Italiener lebt in England, gibt aber häufiger Gastspiele auf deutschen Rennbahnen. Trainiert wird Ars nova von Wolfgang Figge in München für den Stall Salzburg von Hans-Gerd Wernicke. Beide waren sich zumindest darin einig, dass ihre Stute nach einem Rennen in Hamburg bei der Derby-Woche im Juli anschließend den Preis der Diana in Düsseldorf bestreiten wird.

Ein Happy End gab es beim gestrigen Renntag aber nicht nur für den Stall Salzburg, sondern auch im zweiten Hauptereignis des Tages, einem über 1000 Meter auf der geraden Bahn gelaufenen Sprintrennen, in der zehn Distanzspezialisten antraten. Der Sieger auf dieser Spezialdistanz, auf der die Galopper vom Start weg bis auf 65 Stundenkilometer beschleunigen, kam aus Hoppegarten. Der vierjährige Hengst Dabbitse siegte in dem mit 20 000 Euro dotierten Rennen. Der Außenseiter gehört dem nach einem Arbeitsunfall querschnittsgelähmten ehemaligen Jockey Christian Zschache, der den vierjährigen Hengst auch trainiert und nebenbei an den Renntagen im Waagegebäude arbeitet.

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