AUSWÄRTS Spiel : M’gladbach (A) – Leverkusen (A)

18. April, 18 Uhr, Potsdam-Babelsberg: 3150 Fans beim kleinen DFB-Pokalfinale

André Görke

Ein lauter Schrei auf der Tribüne: „Schiiiiieeß doch!“ Sekunden später, wieder Gegröle auf der Tribüne: „Vorwärts, Jungs!“ Alle zusammen: „Bayer, Bayer!“ Der Fanblock von Leverkusen tobt und johlt und lacht, fast ist’s wie in der Kurve. Toll!

Nun, jene 40 Damen und Herren, die da an diesem Freitagabend – einen Tag vor dem großen DFB-Pokalfinale – so viel Stimmung auf der Tribüne des „Karli“ machen, sind die Eltern der schwarz-roten Jungs auf dem Rasen. Willkommen beim A-Juniorenpokalfinale im Karl-Liebknecht-Stadion!

„Wir sind absolut zufrieden“, sagt später Niels Barnhofer, DFB-Juniorensprecher, „die Resonanz war richtig gut.“ Das Pokalfinale wird seit 1987 ausgetragen, Rekordsieger ist der FC Augsburg, aber das nur am Rande. Jedenfalls fand das Finale die vorigen Jahre immer in Berlin statt, in der Alten Försterei und im Jahn-Sportpark. Jetzt wurde es in Potsdam ausgetragen – und prompt rückte es aus dem Schatten des großen Endspiels. 3150 Fans, viele Potsdamer Schüler darunter, eine prächtige Kulisse. Auch die DFB-Trainer Dieter Eilts und Matthias Sammer sind da.

0:0 steht’s zur Halbzeit, Mönchengladbach hat sich gegen den Favoriten gut gewehrt. Doch dann passiert’s: Im Strafraum springt der Ball rum wie beim Flippern und einem Gladbacher ans Bein. Eigentor – 1:0 für Bayer. Die Gladbacher wollen den Ausgleich – und werden clever ausgekontert, 0:2 und 0:3.

Die Mamas und Papas aus Leverkusen jauchzen, freuen sich mit ihren 18 Jahre alten Söhnen. Auf dem Rasen wird ein Tischchen aufgestellt, darauf der Pokal. Sektflaschen machen die Runde, Leverkusen ist Pokalsieger. Ein wenig dürfen sich auch die Gladbacher freuen: Der DFB rückt die allerletzten Eintrittskarten heraus – fürs große Finale. Vielleicht sieht man die Jungs aus Leverkusen und Gladbach später einmal im Berliner Olympiastadion wieder. André Görke

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