AUSWÄRTS Spiel : USA – Dänemark

12. März 2008, Vila Real Santo António: 300 Zuschauer beim Algarve-Cup-Finale

Daniel Meuren

Wenn die Fußballerinnen der USA auf Reisen gehen, dann ist immer eine Kinderbetreuerin dabei. Auch beim Algarve- Cup. Das ist, wer es nicht weiß, das traditionelle Frühjahrsturnier der besten Frauenfußballteams der Welt. Wegen des angenehmen Klimas, und wohl nur deswegen, findet es in Portugal statt. Ansonsten ist das Land nämlich Frauenfußball-Diaspora, weshalb die Spiele auch nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit laufen. Anders als bei den anderen elf teilnehmenden Teams ist es bei den US-Girls üblich, den Nachwuchs schon im zartesten Alter an die große weite Fußballwelt heranzuführen. Beim Algarve-Cup waren zwei Hoffnungsträger für eine große Zukunft dabei. „Bei uns kommt definitiv kein Lagerkoller auf, weil die Zwerge immer für gute Laune sorgen“, sagt die schwedische US-Trainerin Pia Sundhage. „Außerdem ist das ja wohl der beste Weg der Nachwuchsförderung im US-Fußball, oder?“

Die kleine Emily, Tochter der Verteidigerin Katherine Markgraf, darf also bei der Siegerehrung im Anschluss an den 2:1-Finalsieg der USA gegen Dänemark nicht nur mit aufs obligatorische Siegerfoto. Emily darf sich sogar ihren ganz eigenen Soloauftritt gönnen. Sie entreißt sich den stabilisierenden Händen von Mutter Katherine, läuft ein paar Schritte auf ihren knapp 15 Monate alten Beinchen und fällt wunderbar arrangiert vor den Objektiven der Fotografenschar zu Boden. „Da hat sie ihrer Mom wohl mal wieder die Show gestohlen“, scherzt Katherine Markgraf und hilft ihrem nach Hilfe schreienden Töchterchen auf die Beine. „Sie will eben mal Stürmerin werden und übt jetzt schon Schwalben.“ Daniel Meuren

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