Auswärts weiter ungeschlagen : Union und der lichte Moment im Regen

Mit dem 1:1 beim FSV Frankfurt bleibt der 1. FC Union erneut auswärts ohne Niederlage. Für Trainer Uwe Neuhaus ging der eine Punkt in Ordnung.

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Bedingt durchlässig. Die Berliner um Sören Brandy (M.) und Mario Eggimann (r.) ließen sich in Frankfurt nur einmal überwinden.
Bedingt durchlässig. Die Berliner um Sören Brandy (M.) und Mario Eggimann (r.) ließen sich in Frankfurt nur einmal überwinden.Foto: dpa

In der 57. Minute gab es für den Fußball-Zweitligisten 1.FC Union an einem verregneten Nachmittag den lichtesten Moment in der Auswärtsbegegnung beim FSV Frankfurt. Nach einem Berliner Einwurf wollte FSV-Verteidiger Joan Oumari den Ball ins Aus rollen lassen, doch Torsten Mattuschka lief um ihn herum und passte den Ball im letzten Moment auf Damir Kreilach zurück. Der Kroate ließ sich aus Nahdistanz die Chance zum 1:1 nicht entgehen. „Ich habe meine Riesenschnelligkeit ausgespielt. Und bin dann vorbeigeblitzt“, sagte Mattuschka lachend.

In vielen anderen Situationen ließen die Berliner diese Kaltschnäuzigkeit vermissen. Deshalb blieb es vor lediglich 4436 Zuschauern beim 1:1. Zur Pause hatten die Hessen 1:0 geführt. „Wenn man in Frankfurt hinten liegt, weiß man, dass man eine extrem schwere Aufgabe vor der Brust hat“, sagte Trainer Uwe Neuhaus. „Wir wollten das Spiel nach der Pause drehen, deshalb bin ich froh, dass uns der Ausgleich relativ früh geglückt ist.“ Doch weil der FSV noch weitere Möglichkeiten hatte, sagte Neuhaus: „Das Remis geht unter dem Strich in Ordnung.“ Immerhin überstanden die Berliner ihr fünftes Pflichtspiel in Serie ohne Niederlage.

In der ersten Hälfte schienen beide Mannschaften vom Dauerregen beeindruckt zu sein. 20 Minuten passierte nicht wirklich etwas, ehe der Frankfurter Nils Teixeira den ersten Schuss abgab. Der 1. FC Union, bei dem Stammverteidiger Mario Eggimann erstmals nach seiner Sprunggelenksverletzung vor einem Monat bei Arminia Bielefeld (1:1) wieder von Beginn an mitwirkte und damit erwartungsgemäß Christian Stuff aus der Startelf verdrängt hatte, erarbeitete sich mehr Ballbesitz. Doch bis auf zwei Fernschüsse des Slowaken Adam Nemec vermochten die Gäste so gut wie keine Torgefahr auszustrahlen. „Der letzte Pass hat gefehlt“, sagte Mittelfeldspieler Michael Parensen, der bis zu seiner Auswechslung gemeinsam mit Kreilach die Doppelsechs bildete.

Nach und nach wurden die Frankfurter gefährlicher, vor allem wenn Edmond Kapllani und Mathew Leckie in Ballbesitz kamen. Lecki war es auch, der den FSV vor der Pause mit einem Kopfball nach toller Vorarbeit von Alexander Huber mit 1:0 in Führung bringen konnte. Zwar hingen auch die Berliner Spieler Kreilach, Parensen und Pfertzel in einer Kopfballtraube zusammen an Kapllani und Lecki. Doch den Einschlag ins Tor konnten die Unioner nicht verhindern. „Solche Situationen sind am gefährlichsten für uns, wenn wir viele Spieler im eigenen Strafraum haben“, monierte Trainer Neuhaus.

Später stellte sich Union besser auf die Frankfurter ein, die nur noch sporadisch zu Schussmöglichkeiten kamen. Union verlor dagegen mehrfach bei Kontern in aussichtsreicher Position den Ball. Neben den beiden Punkten ließen die Berliner noch einen Pokal in Frankfurt. Der Supportersverband „Eiserner V.I.R.U.S“ bedankte sich damit beim Frankfurter Fanprojekt für die zuvorkommende Behandlung von Union-Fans. Matthias Koch

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