Auswärtsspiel : Alba erfüllt Pflicht in Paderborn

Zu keinem Zeitpunkt war der Sieg der Berliner gefährdet, die in Paderborn bereits das dritte Auswärtsspiel in Serie bestritten: Albas Basketballer siegen souverän 93:59.

Jochem Schulze

Paderborn Luka Pavicevic wusste nicht, was er davon halten sollte. „What are you doing here?“, fragte der Trainer von Alba Berlin misstrauisch. Was er dort suche, wollte Pavicevic von dem fremden Mann wissen, der ihn bei seinem Statement gegenüber den Paderborner Medienvertretern störte. Dabei wollte der Mann ihm gar nichts Böses. Er wollte lediglich das Mikrofon reparieren, damit Pavicevic in angemessener Lautstärke ein paar Aussagen zur gerade gewonnenen Partie in der Basketball-Bundesliga machen konnte. So hatte der Berliner Trainer außer dem kurzen Intermezzo mit dem Techniker am Mittwochabend auch nichts zu meckern. Souverän besiegte Alba Berlin den Tabellenletzten Paderborn Baskets mit 93:59 (41:29).

Zu keinem Zeitpunkt war der Sieg der Berliner gefährdet, die in Paderborn bereits das dritte Auswärtsspiel in Serie bestritten. Julius Jenkins war mit 20 Punkten Albas bester Werfer. Vor 1600 Zuschauern konnten die Gastgeber nur im ersten Viertel den Berlinern mithalten und sich einen Vorsprung erarbeiten. Nach den etwas verschlafenen Anfangsminuten drehten die Berliner das Spiel aber schnell um und zogen bis zur Pause auf 41:29 davon. Im dritten Viertel brach dann endgültig die Gegenwehr der Paderborner, so dass Alba einem ungefährdeten Sieg entgegensteuerte und nach einem etwas holprigen Saisonstart in die obere Tabellenhälfte kletterte. Mit nun zwölf Punkten aus sieben Spielen schloss Alba in der Tabelle zu Meister Oldenburg auf und liegt nun auf dem achten Rang, während Paderborn weiter Schlusslicht ist.

Von einem leichten Sieg wollte Luca Pavicevic dennoch nichts wissen. „Jeder Sieg ist wichtig“, sagte er , „für Berlin besonders Siege in Paderborn.“ Pavicevic spielte damit auch die beiden in Paderborn verlorenen Begegnungen in den Play-offs der vergangenen Saison an. Insofern war Pavicevic hochzufrieden, nur noch eine Sorge quälte ihn: „Ich muss jetzt los, sonst fährt der Bus ohne mich zurück nach Berlin.“ 

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