Babak Rafati : Stimmen aus der Bundesliga

Nach dem Suizidversuch von Schiedsrichter Babak Rafati zeigten sich die Verantwortlichen der Vereine betroffen.

DFB-Präsident Theo Zwanziger stand den Journalisten nach den Geschehnissen um Schiedsrichter Babak Rafati Rede und Antwort.
DFB-Präsident Theo Zwanziger stand den Journalisten nach den Geschehnissen um Schiedsrichter Babak Rafati Rede und Antwort.Foto: dpa

Theo Zwanziger (Präsident Deutscher Fußball-Bund): "Der Gesundheitszustand von Babak Rafati ist stabil. Ich kann sagen, dass er in der Badewanne lag und es viel Blut zu sehen gab. Wie ich vernommen habe, schließt man Fremdverschulden aus. Es sind Notizen gefunden worden, die jetzt ausgewertet werden müssen."

Jörg Schmadtke (Sportdirektor Hannover 96): "Ich kann dazu wenig sagen. Man sollte auch nicht anfangen, zu spekulieren, wenn man die Begebenheiten nicht kennt."

Mirko Slomka (Trainer Hannover 96): "Ich hatte vor dem Spiel eine kurze Nachricht erhalten, aber ohne nähere Informationen. Wir haben das bei uns im Betreuerstab gelassen. Es ist für uns erschreckend, weil Babak ein guter Freund ist und in der Mannschaft immer gut aufgenommen wurde."

Felix Magath (Trainer VfL Wolfsburg): "Ich habe es eine halbe Stunde vor der Partie erfahren. Ich glaube nicht, dass die Spieler es mitbekommen haben. Wir haben nicht darüber geredet, weil die Umstände unklar waren und es immer noch sind. Ich war betroffen, Herr Rafati war ein Schiedsrichter, der immer meine Sympathien hatte. Ich hoffe, dass wir ihn bald wieder in der Bundesliga sehen werden."

Diego Benaglio (Torhüter VfL Wolfsburg): "Ich habe es unmittelbar nach dem Spiel erfahren. Mir fehlen dafür die Worte. Ich bin schockiert."

Huub Stevens (Trainer Schalke 04): "Als ich es vor dem Spiel gehört habe, wollte ich es kaum glauben, dass so etwas passiert ist."

Horst Heldt (Manager Schalke 04): "Wir haben es kurz vor dem Spiel erfahren und den Trainer informiert, aber nicht die Mannschaft, weil sich zu dem Zeitpunkt noch alles im spekulativen Bereich bewegt hat. Wir wussten nur, dass sich Babak Rafati das Leben nehmen wollte. Wir waren geschockt und bestürzt. Es war auch nicht einfach für das Schiedsrichtergespann um Knut Kircher bei unserem Spiel. Die Kollegen kennen ihn ja noch näher als wir. Ich habe noch gespielt, als Babak Rafati schon gepfiffen hat und kenne ihn ganz gut. Ich bin geschockt. Ich bin kein Experte, aber wer einen solchen Weg geht, wird enorme Probleme haben, bei denen wir ihm jetzt helfen müssen. Wir sollten aber nicht über die Motive spekulieren, weil wir noch viel zu wenig wissen." (dapd)

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