Sport : Babelsberg - Unterhaching: Nur schnell vergessen

Andre Görke

Nach einer knappen halben Stunde war das Fußball-Zweitligaspiel zwischen Babelsberg 03 und der Spvgg Unterhaching praktisch entschieden. 23 Minuten waren gespielt, da zeigte Schiedsrichter Thomas Frank aus Hannover bereits zum Mittelkreis. Unterhaching war durch Dzoni Novak 1:0 in Führung gegangen. Zwei Minuten später schickte er dann Babelsbergs Mittelfeldspieler Slawomir Chalaskiewicz nach einer so genannten Notbremse vom Platz. Wiederum zwei Minuten später zeigte Frank auf den Elfmeterpunkt, nachdem Manndecker Christian Henning den Unterhachinger Danny Schwarz im Strafraum gefoult hatte. Der albanische Nationalspieler Altin Rraklli schoss den Ball neben das Tor, Frank hatte erst mal Zeit zum Luftholen.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Die 4461 Zuschauer auf den Tribünen des Karl-Liebknecht-Stadions mussten noch länger leiden. 1:4 (0:2) verlor Babelsberg gegen Unterhaching. Es war die erste Heimniederlage für den Aufsteiger aus Potsdam, eine äußerst deprimierende dazu. "Wir haben Sommerfußball gespielt", schimpfte Babelsbergs Präsident Detlef Kaminski. "Jetzt kommen einige wieder auf den Boden der Tatsachen zurück." Und Trainer Hermann Andreew kommentierte: "Wir müssen das Spiel schnell vergessen. Im Endeffekt müssen wir zufrieden sein, nur vier Tore kassiert zu haben." Rainer Adrion, seit Donnerstag Trainer in Unterhaching, meinte dagegen: "Der Sieg ist vielleicht etwas zu hoch ausgefallen." Da lag er falsch.

An diesem bitteren Nachmittag gab das Resultat nicht einmal das wirkliche Geschehen wieder. So dauerte es 39 Minuten, ehe die Potsdamer ihre erste Chance (Martino Gatti) hatten. Wenige Minuten später war dann alles klar, als Stefan Lexa das 2:0 erzielte. Zwar brachte Andreew mit Lars Kampf einen weiteren Stürmer, doch es nützte nichts. Im Gegenteil: Jens Härtel traf ins eigene Tor. Eine Kurzvorstellung gab bei den Gästen Markus Weinzierl. Sekunden nach seiner Einwechslung sah er wegen absichtlichen Handspiels die Rote Karte. Mannschaftskapitän Almedin Civa verwandelte zwar den fälligen Elfmeter, doch Rraklli stellte mit dem letzten Treffer des Tages den alten Abstand wieder her. Es war der Schlusspunkt unter einem lehrreichen Nachmittag für die Babelsberger.

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