Sport : Bach als neuer IOC-Präsident gehandelt Rogge rechnet mit

dem Deutschen

Frankfurt am Main - Jacques Rogge rechnet mit einer Kandidatur des deutschen Spitzenfunktionärs Thomas Bach für seine Nachfolge als IOC-Präsident. „Natürlich erwartet jeder, dass er antreten wird“, sagte der 68 Jahre alte Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die zweite Amtszeit des Belgiers endet 2013. Noch hat sich Bach, der IOC-Vizepräsident und Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ist, nicht zu seinen Ambitionen geäußert.

Nach Rogges Einschätzung würde Bachs mögliche Kandidatur auch nicht leiden, wenn bei der Abstimmung 2011 München den Zuschlag für die Austragung der Olympischen Winterspiele 2018 bekäme: „Das sind zwei unterschiedliche Dinge, die die IOC-Mitglieder voneinander trennen.“ Den Widerstand in Garmisch-Partenkirchen hält Rogge noch nicht für schädlich für die Bewerbung Münchens. „Wäre die Abstimmung morgen, könnten die Proteste negative Auswirkungen haben. Aber gewählt wird in einem Jahr. Ich bin sicher, dass die Deutschen bis zur Entscheidung eine Lösung gefunden haben werden“, sagte er.

Rogge zeigte sich zudem zufrieden mit dem Verlauf der Olympischen Jugendspiele für Vierzehn- bis Achtzehnjährige in Singapur, die am Donnerstag zu Ende gehen. Er gestand allerdings ein, dass die Altersangaben der Athletinnen und Athleten ein Problem werden könnten. „Wir schauen sehr genau auf dieses Thema.“ Der IOC-Präsident kündigte an, dass in Zweifelsfällen künftig Magnetresonanzuntersuchungen stattfinden sollen, um das Alter festzustellen. Schon für die Winter-Jugendspiele 2012 in Innsbruck werde diese Methode bereitstehen. dpa

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