Badminton : EBT Berlin wird Deutscher Meister

Die SG Empor Brandenburger Tor Berlin ist zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister im Badminton geworden. Die Mannschaft um die Olympionikin Juliane Schenk besiegte den 1. BC Bischmisheim mit 4:1. Vor zehn Jahren wäre daran noch nicht zu denken gewesen.

Nicolas Diekmann

Ganz am Ende, da durfte sie nicht mal selber punkten. Juliane Schenk, Olympionikin und Deutschlands beste Badmintonspielerin, sah wie der Ball ins Seitenaus ging – und damit war der Hattrick geschafft. Schenk und ihre Mannschaft, die SG Empor Brandenburger Tor (EBT) Berlin, gewann die dritte deutsche Meisterschaft in Folge. Mit 4:1 besiegte die Mannschaft bei der Neuauflage des Vorjahresfinale die Saarländer vom 1. BC Bischmisheim in eigener Halle.

Etwa drei Millionen Deutsche spielen regelmäßig Badminton, als Wettkampfsport werden Federball und Schläger aber eher nicht wahrgenommen. Doch immerhin kam gut 1200 Zuschauer am Donnerstagabend ins Sportforum Hohenschönhausen. Normalerweise spielt die EBT in einer kleinen Halle in Friedrichshain. Aber normalerweise sind das auch keine Finalspiele. Und so trommelte, sang und klatschte es die gesamten zwei Stunden Spieldauer über. „Werbung für den Sport“ sei das gewesen, sagte Juliane Schenk hinterher.

Sechs Spiele werden in der Bundesliga gespielt; drei Doppel und drei Einzel. Das Finale kam mit fünf aus, das abschließende Mixed wurde nicht mehr ausgetragen, da die EBT bereits uneinholbar voraus lag. Nachdem Schenk ihr Doppel bereits in drei hart umkämpften Sätzen gewann und auch das Berliner Herrendoppel siegte, da hätte Kestutis Navickas für eine Vorentscheidung sorgen können – doch beim Stand von 10:7 im ersten Satz verletzte er sich und musste in der Folge aufgeben. Gesamt-Zwischenstand: 2:1.

So war es an Kenneth Jonassen – der Däne gewann das zweite Männer-Einzel – und eben an Juliane Schenk: Mit 21:15 und 21:11 schlug sie Emma Wengberg und erfüllte das Berliner Saisonmotto: Alle guten Dinge sind Drei.

Noch vor zehn Jahren spielte die EBT in der Landesliga; 2011 wurden sie erstmals Deutscher Meister und wiederholten dies nun zum zweiten Mal. Das Duell gegen den Finalgegner aus dem Saarbrücker Stadtteil Bischmisheim ist bereits ein Klassiker jüngerer Zeit. Denn die Saarländer gewannen bis 2010 fünf Titel in Folge.

Nun wird auch in der kommenden Spielzeit das Berliner Team der Favorit auf den Titel sein. Wie man sich nach den vergangene Erfolgen für das kommende Jahr motivieren will? „Das schauen wir dann. Heute wird erst mal gefeiert“, sagte Juliane Schenk.

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