Sport : BALL Zeitung

In Spanien wird gejubelt. Für El País kommt der Sieg aber nicht überraschend: „Das spanische Nationalteam war klar überlegen. Letztlich war es der EM-Sieg für das Team, das am besten gespielt, die meisten Tore geschossen, den größten Stil gezeigt und den Weltmeister ausgeschaltet hat.“

Die Kollegen bei Marca sehen gar eine neue Zeit anbrechen: „Es ist kein Traum mehr, es ist Wirklichkeit: Wir sind Meister! Wir sind die Könige Europas. Jahrzehnte des Schwermuts sind nun vorbei. Spanien hat die Europameisterschaft mit dem Pokal und einer neuen Einstellung verlassen.“

Die Gastgeber zeigen sich als gute Verlierer. Die Kronenzeitung aus Österreich jubelt: „Torrero Torres. Ein Geniestreich krönte Spanien! Und damit hatte die EM auch den richtigen Sieger: die beste und konstanteste Mannschaft des ganzen Turniers.“

Der Tages-Anzeiger aus der Schweiz schließt sich an: „Die Besten waren diesmal auch die Besten.“

Le Parisien aus Frankreich leidet mit dem deutschen Capitano: „Spanischunterricht. Die beste Mannschaft der EM hat gewonnen. Ballack, ein verwünschter Kapitän.“

Dr englische The Independent (oben) feiert die Spanier. Das deutsche Spiel beeindruckte die Kollegen von der Insel weniger: „Torres’ Blitz aus Stahl und Können fertigt schwerfällige Deutsche ab. Es war der Moment, als der strahlendste der jungen Matadore einen sehr sturen, mürrischen alten Stier erledigte.“

Die Schreiber vom schwedischen Expressen müssen ein anderes Spiel gesehen haben: „Ein Schuss Brillanz, ein Stück Fußballkunst. Das vielleicht beste Finale, das wir seit Jahrzehnten gesehen haben. Auch die Deutschen lieferten ein gutes Spiel ab.

Im Rest von Skandinavien sah man das etwas anders. Das dänische Ekstra Bladet lästert: „Torres ließ den deutschen Dreikäsehoch Lahm aussehen wie einen Schnellzug mit Motorschaden.“

Das Dagbladet aus Norwegen schämt sich für Jogis Elf gar fremd: „Die Deutschen blieben komplett chancenlos. Am Ende wurde das direkt peinlich.“

Dziennik aus Polen hat Hoffnung, dass Spaniens Sieg den Fußball verändert: Fantasie gewann über eiserne Disziplin, Konsequenz und Entschlossenheit. Zurückgekehrt ist der Glaube, dass sich der europäische Fußball in eine gute Richtung entwickelt.“

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