Sport : Bartoli kritisiert Profi-Radsport

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Mailand – Dem Rücktritt folgte der Rundumschlag: Am Mittwoch hatte Michele Bartoli seine Karrierre als Radprofi für beendet erklärt, gestern nun hat der Italiener seiner Sportart ein trauriges Zeugnis ausgestellt. „Es ist ein unmenschliches Geschäft geworden, bei dem nur der Sieg zählt, weil es die Sponsoren so verlangen“, sagte der 35Jährige. Im Interview mit der italienischen Fachzeitung „Corriere dello Sport“ meinte Bartoli außerdem: „Als ich vor zwölf Jahren begonnen habe, zählte noch Leidenschaft, jetzt regiert das Geld, weil die Sponsoren viel investieren.“

Der zweimalige Weltcupsieger hatte fast das gesamte Jahr 2004 wegen Schulter- und Rückenproblemen aussetzen müssen, dennoch belegte er im Weltcup den 25. Rang. Bartoli hatte beim dänischen Team CSC noch einen Vertrag für die kommende Saison. „Die fehlende Motivation war neben meinen physischen Problemen entscheidend für meinen Rückritt“, sagte Bartoli. Besonders enttäuscht war er darüber, dass er im Oktober nicht für die Weltmeisterschaft nominiert wurde. Der Spezialist für Eintagesrennen hat in seiner zwölfjährigen Profi-Karriere insgesamt 55 Einzelrennen gewonnen. Tsp

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