Basketball : Alba Berlin verliert 59:60 bei den Baskets Bonn

Alba zeigt in Bonn eine schwache Leistung, steht am Ende aber trotzdem vor dem Sieg. Eine Dummheit der Berliner führt dann jedoch zur 59:60-Niederlage.

Den vergangenen Auftritt seines Teams in Bonn hatte Trainer Sasa Obradovic als „vielleicht unrealistischstes Spiel“ seiner gesamten Karriere bezeichnet. Vor zweieinhalb Wochen hatte Alba Berlin zum Auftakt des Eurocups 86:65 bei den Baskets Bonn gewonnen – und dabei traumwandlerisch sicher aus allen Lagen getroffen. Am gestrigen Samstagabend nun trat Alba in der Basketball-Bundesliga erneut in Bonn an, abermals bekam Obradovic Dinge zu sehen, die schwer zu glauben waren. Allerdings war diesmal absonderlich, wie wenig die Berliner lange Zeit zustande brachten, trotzdem vor dem Sieg standen – und das Spiel letztendlich doch mit 59:60 (23:33) verloren.
In Albas Startformation debütierte ein stattlicher Mann mit der Trikotnummer 55, Obradovic hatte den erst am Vortag verpflichteten Uros Slokar gleich aufs Feld geschickt. Der 2,10 Meter große Slowene fremdelte noch im Zusammenspiel mit seinen Mitspielern – allerdings konnte man das zunächst von allen Berlinern behaupten. Erst nach vier Minuten gelang Alba der erste Korb, nach dem ersten Viertel stand es 11:8 für Bonn. Bei den Gastgebern lief der Ball besser, sie setzten sich kurz vor der Halbzeit auf zehn Punkte ab.

Nach dem Seitenwechsel verzichtete Obradovic zunächst auf seinen Neuzugang Slokar, der Center blieb in neuneinhalb Spielminuten bei vier Wurfversuchen ohne Punkt. Die Berliner taten sich im Angriff weiter sehr schwer: Allein die gute Arbeit im Offensivrebound und Topscorer Levon Kendall (14 Zähler, 9 Rebounds) hielten Alba im Spiel. Erst als auch einige Dreipunktewürfe von Vojdan Stojanovski ihr Ziel fanden, drehten die Berliner die Partie und gingen sechs Sekunden vor Schluss durch den ansonsten enttäuschenden David Logan sogar erstmals in Führung.

Im letzten Angriff der Bonner allerdings beging Albas Power Forward Alex King die Torheit, seinen Gegenspieler Benas Veikalas beim Wurf zu foulen. Der Litauer traf seinen Korbleger und anschließend auch den Freiwurf, Alba war geschlagen. Die Serie unrealistischer Spiele könnte sich am 20. November fortsetzen, dann steht das Rückspiel beider Team im Eurocup in Berlin an. (Tsp)

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