Basketball : Alba Berlin will zurück in die Erfolgsspur

Denkbar, aber unmöglich: Alba empfängt Ulm im Pokal-Viertelfinale. An einer Niederlage will niemand glauben.

S. Finis[J. Mohnhaupt],H. Ruwald[J. Mohnhaupt]

Berlin Zwei historische Momente hat Mike Taylor, der Trainer des Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm, in dieser Saison nach eigener Aussage schon erlebt. Den 92:90-Hinspielsieg gegen Alba Berlin sowie den 94:90-Erfolg vor zehn Tagen in Berlin nach hohem Rückstand. Dass heute im Pokal-Viertelfinale (20.15 Uhr, Max-Schmeling-Halle) wieder ein denkwürdiger Tag ansteht, davon mag Taylor träumen, auszusprechen wagt er es nicht. Stattdessen schwört er den Tabellenzwölften mit martialischem Vokabular auf den Pokalauftritt ein. „Ich erwarte, dass Alba aufs Parkett kommt und bereit ist, uns zu töten. Wir werden für sie mit einer Zielscheibe auf dem Rücken herumlaufen. Sie werden auf Rache schwören“, sagt Taylor. „Wir werden den besten Einsatz sehen, den Alba zu bieten hat.“ Er traue dem Bundesliga-Dritten den Gewinn von Meisterschaft und Pokal zu.

Das ist auch das erklärte Ziel der Berliner, für die eine Pokal-Pleite nach dem frühen Uleb-Cup-Aus der nächste Misserfolg wäre. „Jedem von uns ist klar, worum es geht“, sagt Center Patrick Femerling, „es gibt noch viele kleine Dinge, die wir verbessern müssen.“ Im vergangenen Jahr waren die Berliner im Viertelfinale gescheitert, damals an Köln. Der Sieger des heutigen Spiels zieht in das Top-Four-Turnier Anfang Mai in Hamburg ein. Gastgeber Alba geht trotz des schwachen Auftritts zuletzt gegen Ulm als Favorit ins Spiel. „Aber die Ulmer haben wie in den vergangenen beiden Spielen nichts zu verlieren“, sagt Femerling. Allerdings bekamen die Gäste am Wochenende beim 61:84 in Köln gezeigt, dass sie eben kein Spitzenteam sind. Alba verhinderte mit einem Sieg nach Verlängerung beim Tabellenvorletzten Trier in letzter Sekunde die nächste Pleite und gewann etwas Selbstvertrauen zurück. An eine erneute Niederlage gegen Ulm will bei Alba niemand glauben. „Denkbar ist vieles“, sagt Femerling, „aber ich denke nicht, dass es möglich ist.“S. Finis, H. Ruwald, J. Mohnhaupt

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