Basketball : Alba Berlin zum sechsten Mal Pokalsieger

Alba bleibt weiterhin die Nummer eins im deutschen Basketball. Im Pokalfinale besiegten die Berliner die Telekom Baskets Bonn mit 69:44. Bester Werfer war Julius Jenkis.

Lars Reinefeld,Volker G,rum[dpa]
Alba
Johannes Strasser (l.) von den Telekom Baskets Bonn und der Berliner Rashad Wright kämpfen um den Ball. -Foto: dpa

HamburgAlba Berlin hat das halbe Dutzend an Pokalsiegen voll gemacht und den Ansturm der Telekom Baskets Bonn mit einer Galavorstellung ein weiteres Mal abgeschmettert. Drei Tage nach der Europacup-Lehrstunde durch den FC Barcelona gewannen die Berliner am Sonntag in der Hamburger Color Line Arena das Endspiel 69:44 (34:22) und untermauerten damit ihre Vormachtstellung im deutschen Basketball. Vor der Pokal-Rekordkulisse von 6642 Zuschauern war Julius Jenkis in der Neuauflage der Finalserie von 2008 mit 25 Punkten bester Werfer bei den Hauptstädtern. Rang drei sicherten sich die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt durch ein 73:69 (29:41) im "kleinen Finale" gegen die Giants Düsseldorf.

"Die Stimmung ist toll. Die Fans machen das richtig gut", sagte der frühere NBA-Star Detlef Schrempf, der den Finaltag als Ehrengast und neues Beirats-Mitglied der Basketball-Bundesliga verfolgte. Sportlich lieferten sich die beiden Erzrivalen einen erbitterten Fight, in dem sich die Berliner gegen Ende des zweiten Viertels vorentscheidend absetzen konnten und zur Pause mit zwölf Punkten in Front lagen (34:22). Vor allem in der Defensive agierte Alba aggressiver und zwang die Rheinländer so zu einer katastrophalen Wurfquote von 23 Prozent aus dem Feld.

Wieder kein Titel für die Baskets

Auch nach dem Seitenwechsel fand Bonn, das in Ken Johnson (13) seinen besten Schützen hatte, zunächst kein Mittel gegen den zuletzt schwächelnden Topfavoriten. Und als das Team von Trainer Michael Koch zu Beginn des vierten Viertels doch noch einmal auf acht Punkte heran kam, beantwortete der überragende Jenkins dies mit einem erfolgreichen "Dreier" und brach endgültig den Bonner Widerstand. Die Baskets müssen damit weiter auf den ersten Titelgewinn ihrer Vereinsgeschichte warten. Alba beendete hingegen seine dreijährige Pokal-Durststrecke und rehabilitierte sich für den blamablen vierten Rang aus dem Vorjahr.

Im eigentlich nur für das Europa-Ranking der BBL wichtigen „kleinen Finale“ hatten sich zuvor die Deutsche Bank Skyliners gegen Düsseldorf durchgesetzt. Nach einem Zwölf-Punkte-Rückstand zur Pause (29:41) mobilisierten die Hessen im zweiten Durchgang noch einmal alle Reserven und drehten die Partie im Schlussviertel zu ihren Gunsten. Bester Werfer bei den Frankfurtern war Ilian Evtimov mit 15 Punkten, bei den Giants kam Zack Whiting auf 16 Zähler.

In den Halbfinals am Samstag hatte es Proteste der Spielerintiative (Sp.in) für mehr Mitspracherecht gegeben. Sportlich musste vor allem Alba in der Vorschlussrunde hart kämpfen. Gegen Frankfurt konnten sich die Hauptstädter erst im Schlussviertel entscheidend absetzen. In den ersten drei Vierteln tat sich der deutsche Meister hingegen sehr schwer und lag lediglich mit drei Punkten in Front (52:49). Am Ende hieß es 81:69 für Alba. Die Baskets aus Bonn hatten in einem schwachen Rheinderby gegen die Giants aus Düsseldorf hingegen wenig Mühe.

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