Basketball : Alba demütigt den Meister

Die Berliner Basketballer verteidigen beim einem 80:60 über Bamberg die Tabellenführung. Das neu gewonnene Selbstvertrauen ist der Mannschaft anzumerken.

Berlin - Womöglich hatten sich die Berliner am Dienstagabend lediglich warm gespielt für den Deutschen Meister, als sie in einem denkwürdigen Basketballspiel 65 Minuten, darunter fünf Verlängerungen, auf dem Feld standen. Vier Tage später nämlich waren ihnen die Strapazen nicht mehr anzusehen, im Gegenteil die Berliner Spieler wirkten beim souveränen 80:60 (42:30) über die Brose Baskets aus Bamberg frischer und aktiver. „So ein Spiel setzt Energien frei“, sagte Albas Teammanager Henning Harnisch, „die Mannschaft hat Selbstbewusstsein.“

Die Bamberger waren für das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen den beiden wohl besten deutschen Basketballteams in die Nürnberger Arena ausgewichen, in der über 8000 Zuschauer Platz finden. Doch die Stimmung blieb unterkühlt, was auch an den Berlinern lag, die sich bereits im ersten Viertel (23:14) absetzen konnten. Zur Halbzeit hatte Bamberg dank einer intensiven Verteidigung der Berliner lediglich 37 Prozent der Würfe getroffen. Anders Albas Teamkapitän Patrick Femerling. Er traf gegen seine Bamberger Nationalmannschaftskameraden Robert Garrett, Ademola Okulaja und Steffen Hamann in der ersten Halbzeit jeden Wurf und hatte zur Pause bereits zehn Punkte erzielt. Am Ende war er gemeinsam mit Julius Jenkins mit 15 Punkten Topscorer der Berliner.

Nach der Pause setzten sich die Berliner mit einer 13:5-Serie sogar auf 20 Punkte ab, doch die Bamberger kamen noch einmal zurück. Sie verteidigten besser und näherten sich zum Ende des dritten Viertels noch einmal bis auf zwölf Zähler. Vor allem Bambergs Centerspieler Darren Fenn, der 19 Punkte erzielte, konnte mit zwei Dreipunktewürfen den Abstand verkürzen. Doch es sollte nur ein kurzes Aufbäumen der Gastgeber gewesen sein, spätestens als Bobby Brown wieder für Aleksandar Rasic aufs Feld kam, hatten die Berliner die Kontrolle endgültig wiedererlangt. Im letzten Viertel führte Alba Berlin zeitweise mit 26 Punkten. Julius Jenkins demütigte den Meister noch mit einem spektakulären Dunking.

Die Berliner verteidigten durch diesen Sieg die Tabellenführung in der Bundesliga, dürften den Erfolg aber nicht überbewerten. Auch in der letzten Spielzeit hatten sie in der Punkterunde in Bamberg gesiegt - Deutscher Meister aber wurde schließlich der Gegner. Tsp

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