Basketball : Alba: Pavicevic verkalkuliert sich

Nicht zum ersten Mal ärgert sich Alba über die Schiedsrichter, nicht zum ersten Mal gerät Pavicevic mit diesen aneinander.

Helen Ruwald
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Foto: Heinrich

Berlin - Der Auftritt war geplant. Nein, er sei nicht unkontrolliert aufs Spielfeld gestürmt, um Schiedsrichter Robert Lottermoser seine Sicht der Dinge zu erläutern, sagte Alba Berlins Trainer Luka Pavicevic am Tag nach der 59:68-Niederlage beim Deutschen Meister Oldenburg. „Das war Absicht. Mein Team ist nicht beschützt worden. Wir sind klar benachteiligt worden.“ Nach einem Foulpfiff gegen Rashad Wright, mit dem Pavicevic nicht einverstanden war, raste er wild gestikulierend auf Lottermoser zu. Auf ein Technisches Foul war er gefasst – doch er bekam zwei und musste den Rest des Spiels in der Kabine verbringen. Da auch Wright und Jurica Golemac in dieser Situation mit Fouls belegt wurden, bekam Oldenburg acht Freiwürfe zugesprochen und konnte den Vorsprung entscheidend ausbauen.

Das Spiel war hart umkämpft, die Schiedsrichter ließen viel durchgehen. Zu viel, findet Albas Geschäftsführer Marco Baldi. „Abseits des Balls gab es circa 30 Nickeligkeiten, davon zehn im unsportlichen Bereich. Man konnte nicht mehr Basketball spielen“, sagte er wütend, sieht aber auch Defizite seines Teams: „Man muss gegenhalten können.“ Viel mehr wollte er zum Spiel nicht sagen, „so einen Scheiß kommentiere ich nicht“.

Nicht zum ersten Mal ärgert sich Alba über die Schiedsrichter, nicht zum ersten Mal gerät Pavicevic mit diesen aneinander. Auch in der Verlängerung des zweiten Play-off-Halbfinales in Bonn im Juni 2009 hatte er Lottermoser auf dem Spielfeld angemotzt. Die verhängten Freiwürfe bescherten Bonn die erste Führung des Spiels und Alba die Niederlage.

Kritik an Pavicevic wollte Baldi gestern nicht äußern. In den vergangenen Monaten „hat er sein Verhalten komplett geändert. Vielleicht gibt es ja einen Grund, wenn ihm der Kragen platzt.“ ru

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