Basketball : Alba übersteht dramatische Schlussphase

Berlins Basketballer waren in Göttingen im dritten Viertel bereits mit 14 Punkten in Führung, alles schien gelaufen. Doch dann starteten Albas Gegner vor tobender Kulisse eine Serie.

Helmut Anschütz

GöttingenDas Spiel des Tabellenführers der Basketball-Bundesliga beim Aufsteiger schien den erwarteten Lauf zu nehmen. 51:37 führten die Basketballer von Alba Berlin bei der BG 74 Göttingen im dritten Viertel bereits. Doch die Gastgeber dachten gar nicht daran, sich vor den tobenden 3600 Zuschauern in der Lokhalle so einfach geschlagen zu geben. Mit einer 22:8-Serie glichen sie zum 59:59 aus. Nach einer dramatischen Schlussphase siegten die Gäste schließlich noch 70:66 (32:32) und behaupteten den ersten Tabellenplatz.

Albas Profis bewiesen gestern ihre Ausgeglichenheit, fünf Spieler punkteten zweistellig: Patrick Femerling, Julius Jenkins (je 14), Aleksandar Nadjfeji (13), Bobby Brown (12) und Dijon Thompson (10), der auch noch zehn Rebounds holte. Topscorer war Göttingens Jahmar Thorpe mit 18 Punkten. „Das war ein schwieriger Sieg vor einer unglaublichen Kulisse“, sagte Berlins Trainer Luka Pavicevic. Seinem Team habe „etwas der Killerinstinkt gefehlt“, meinte Göttingens Trainer John Patrick.

Das Spiel begann zerfahren, nach dreieinhalb Minuten stand es erst 2:1 für Alba. Zu Beginn des zweiten Viertels führten die Berliner 19:12, doch im gesamten zweiten Viertel machten sie nur 13 Punkte. Göttingen traf etwas besser, so dass zur Pause alles offen war. Danach erwischte Alba zwar den deutlich besseren Start, zeigte aber wieder einmal, dass der Mannschaft die Konstanz fehlt. Zum wiederholten Male in dieser Saison erspielte und verspielte sie einen deutlichen Vorsprung.

Eineinhalb Minuten vor dem Ende sicherte sich Nadjfeji einen Offensivrebound und brachte den Ball zum 66:63 im Korb unter. Danach scheiterte Göttingens Darren Brooks zweimal von der Freiwurflinie, während Albas Dragan Dojcin die Nerven behielt und zwei Freiwürfe verwandelte. Göttingens Dreier mit der Schlusssirene konnte den Sieg nicht mehr gefährden.

Kommenden Samstag kommt der Tabellendritte Leverkusen in die Max-Schmeling-Halle, dann stehen zwei Heimspiele gegen Ulm an. Zunächst am 8. März in der Bundesliga, dann am 19. März im Pokal-Viertelfinale. Das Bundesligaspiel in Jena wurde vom Sonnabend, 29. März, auf Donnerstag, 27. März, vorverlegt.

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