Basketball : Alba verliert in Oldenburg

Im Spitzenspiel der Bundesliga verliert Alba 73:82 in Oldenburg und rutscht in der Tabelle auf Rang vier ab. Beim Vizemeister spielt der ehemalige Berliner Julius Jenkins in seinem 300. Bundesligaspiel groß auf.

Nicht frisch genug. Albas Reggie Redding (links) im Duell mit Julius Jenkins. Foto: dpa
Nicht frisch genug. Albas Reggie Redding (links) im Duell mit Julius Jenkins.Foto: dpa

Alba Berlins Basketballer haben im Kampf um eine gute Ausgangsposition für die Play-offs einen Rückschlag erlitten. Das Team von Trainer Sasa Obradovic verlor bei Vizemeister Oldenburg am Samstagabend mit 73:82 (36:48), die Oldenburger verdrängten Alba in der Bundesliga von Rang drei. „Es war ein sehr physisches Spiel. Man hat gemerkt, dass Oldenburg frischer ist als wir“, sagte Albas Sportdirektor Mithat Demirel.

Nach einem umkämpften ersten Viertel und einer knappen 20:18 Führung verloren die Berliner im zweiten Spielabschnitt die Kontrolle über die Partie. Cliff Hammonds und Reggie Redding begingen ihre jeweils dritten Fouls und musste auf der Bank Platz nehmen. Obradovic wurde von den Schiedsrichtern mit einem Technischen Foul bestraft, weil er lautstark gegen eine ihrer Entscheidungen protestiert hatte. Der Rhythmus in Obradovics Team war nun verschwunden, das Fehlen der beiden Lenker und Antreiber Hammonds und Redding machte sich bemerkbar, die Gastgeber zogen davon. „Oldenburg ist heiß gelaufen – und wir konnten unser Spiel nicht wie sonst durchsetzen“, sagte Demirel. Die Berliner konnten sich noch glücklich schätzen, dass die Gastgeber in der ersten Hälfte zehn Freiwürfe vergaben, ansonsten wäre Albas 36:48-Rückstand womöglich noch höher ausgefallen.

Nach dem Seitenwechsel kam es noch schlimmer für Alba: Minutenlang gelang den Berlinern kein einziger Punkt, im gesamten dritten Viertel brachte Obradovics Mannschaft gerade mal acht Zähler zustande. Angesichts eines zwischenzeitlich sogar 29 Punkte betragenden Rückstands ging es für die Gäste nur noch darum, wenigstens den direkten Vergleich mit Oldenburg nach dem 89:65-Hinspielsieg zu retten. Das gelang den Berlinern, indem sie die letzten zwölf Punkte des Spiels erzielten und das Ergebnis aus Alba-Sicht noch einigermaßen erträglich gestalteten. Für Obradovics Team war Redding mit 23 Punkten der beste Werfer, der ehemalige Berliner Julius Jenkins erzielte für Oldenburg in seinem 300. Bundesligaspiel noch zwei Zähler mehr. (Tsp)

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